Reteid Resflet*20 Open Sources 7.3
A Dream in Green! — Girlpower as Broadculture. Wie große Mädchen kleinen auf die Sprünge helfen und gesattelte Frauen im Alltag daraus werden. Ein persönlicher Einblick in Tricks und Glossen, soweit die Schuhe reichen. Über den Lullaby Generationssprung zu deren Vätern, die davon sicher nichts wussten, wohl aber auch sehr viel nebenbei zu tun hatten. — Girls Always Just Want to Have Fun!

© Dieter Telfser 2006 — A Dream in Green! — Girlpower as Broadculture. Wie große Mädchen kleinen auf die Sprünge helfen und gesattelte Frauen im Alltag daraus werden. Ein persönlicher Einblick in Tricks und Glossen, soweit die Schuhe reichen. Über den Lullaby Generationssprung zu deren Vätern, die davon sicher nichts wussten, wohl aber auch sehr viel nebenbei zu tun hatten. — Girls Always Just Want to Have Fun! — Noch nie habe ich so viele stille Beobachter auf der Suche nach ihrem eigenen »Girl« or »Boy« gesehen wie seit der Objektivierung der Bilder selbst. Aber, nicht die Objekte des Bildes, sondern die Subjekte des Blickes machen Girls erst zu Girls. Somit bleibt meine Verwunderung auch jener gegenüber zu stellen, deren Gesellschaft solche Bilder will und kauft, bzw. immer mehr danach zu funktionieren scheint. — Wir sollten den Versuch doch abbrechen!
Es wäre gut, Samthandschuhe zu tragen, nur leider hab ich die heute irgendwie verlegt. Irgendwo zwischen Trübies und Glitzersteinen verschwand das wichtigste Instrument eines Gentleman, den heute an und für sich niemand mehr braucht. Warum »Green Dreams« und »Girlpower« für mich so verwandt sind, liegt nicht am Ausschluss der Farbe Pink oder Nadelgrau, als vielmehr in einem verborgenen Erlösungskonzept, welches dumminant dahinter lauert. Ständig habe ich das Gefühl, Frauen, die sich als Mädchen wickeln, hätten immer noch zufrisierte Stirnhöhlen und sehen Style eben in direkter Verbindung zu einem männlichen Pendant, welchem sie sich mit eben neuen Instrumenten widmen. — Verzeihung: Widmen müssen!

Das Triple-Fun-Konzept [Fun, Fun, Fun] birgt wahre Schätze auch in seiner zwischenmmännlichen Beute. Es ist ansteckend, inmitten vollkommen aufgelöster und an und für sich frei wirkender weiblicher Geschöpfe musische Nahrung übergeschmissen zu bekommen. Es macht förmlich Spaß, und hey, Kritik bei Seite, wir lieben Mädchen, wir lieben sie alle, weil sie soooo suess sind, nicht? — Mann hat nie das Gefühl, als müsse er frechen Phantasien auf den Grund gehen, zumal doch gerade androgene Geschwindigkeit den Denkvorteil verschafft, bzw. erst wirklich bunt fächert. Die Kultur, die bereits in zweiter Generation bildet, dürfte wohl so um 1975 entstanden sein, und mündet für mich, nach wie vor in Klassiker, wie Cyndi Lauper, Madonna oder Paris Hilton, als für heutige Verhältnisse noch relativ erwachsenen Mädchen.

Dass Mädchen immer jünger werden, Frauen zu Mädchen und oder Mädchen zu Frauen bzw. das Spiegelbild direkt an Männer abgegeben werden musste, liegt wohl daran, dass die matten Gazetten sich mondäneren Farben wie Moos, Orange and some Cosmic widmeten und Glitter den glänzenden Aspekt von Feuchte auf den Lippen nahm. Vergleicht man die chemische Qualität von Grundierungen, die in den Achtziger Jahren noch durchwegs nicht aus der Weltraumforschung stammten, versteht man erst die Backen, die heute keine gezeichnete Betonung mehr vertragen dürfen. Schön ist, was Beute macht, schön bleibt, was dazu lacht, schön ist, was darüber überhaupt keinen Gedanken mehr verliert, sondern einfach nur mit Freude um sich sprüht und mit Witz und Charme sämtliche Zweifel mit überwältigender Mehrheit zum Lachen und Arbeiten bringt.

»Natürlich« und »Echt« ist das allemal, denn das Urknötchen von Girlpower stammt aus einer in die Zukunft gerichtete und umgezeichnete Kinderstube und wohl nachgetragener Dialektfähigkeit zur väterlichen Führungsseite. Was immer den Vätern ihre Töchter abstrahierte, es lag wohl in der Luft, dass Zeit und körperliche Un- oder Nahbarkeit als das mangelndste Gut in wirtschaftlichen Profilierungsneurosen und/oder gar Überlebensstrategien bildete. Somit ist es allemal schlauer als direkter, in seiner eigenen Welt das Weltbild so real zu zeichnen, bis es für das »Gegenstück« wieder zum Anfassen an »Gute Gedanken« erinnert. Gut bedeutet aber nur, der Komplexität von »Troubles« die Luft zu nehmen und alles auf Muttis einfachen Hausverstand niederzubrechen, bzw. einfach schlauer darüber zu »strahlen«.Things are easy, if you can see them easily!

Praktisch ist es kaum möglich, Girlsculture auf einen Punkt zu bringen, bzw. gar so zu umschreiben, dass es für alle verständlich ist. Einerseits wurden die Tricks der Maske enthoben und andererseits bleiben Mädchen so lange Frauen, bis sie zu suggestiven Mitteln greifen, um ihr natürliches Zentrum in Schwung zu halten. Suggestiv bedeutet in diesem Falle mehr als schön und liebenswert: es weckt den Schutzinstinkt sämtlicher Beschauer und wenn nicht, ist es ein leichtes, es per Augenschwung und Liedbetonung nachzuholen. Die Augenformen erinnern wieder an Kullerpfirsiche und die Mieze bleibt so lange im Sack, wie sie nicht das Samstagfieber erwischt hat und aus gesundheitlichen Gründen unbedingt zum Beben gebracht werden muss.

Sex wird damit tatsächlich zu einer wasserlöslichen Geborgenheitsplazenta und die meisten knabbern an ihrer und anderen Krusten, bis ein kulturelles Schälen dem persönlichen alsbald nachgewiesen werden kann. Die Dinge verändern sich eben, sie bekommen Bauch, sie bekommen Volumen, werden schlanker, bauchfreier, und wieder zurück und als Kreislauf dazwischen wohl ein natürliches Konzept von Verständnis für diejenigen, die das noch nicht begriffen bzw. verstanden haben. Das Wörtchen »Nett« zählt mindestens genauso gewichtig wie »Lieb« oder »Wunderhübsch« in die Kombinatorik von Mundwinkel und trainierter Wuschelpracht.

Umgekehrt finde ich es interessant, zu beobachten wie erwachsene Frauen Girlstyle zurück beanspruchen, bzw. einfach aus einer Mischpalette von Bildern das eigene Selbstbild jenem der Medien nachspiegeln. Es kommen Geschöpfe zu Tage, die sich zwischen »Feen« und »Engel« einfach nicht entscheiden können. Das Realbild bleibt deshalb gezeichnet und nachhaltig »zäh«, weil damit ein Gefühlsspektrum gekoppelt wird, welches zum Überleben scheinbar notwendig ist. — Schwierig also, das Leichte mit den eigentlich schwierigen Realanforderungen in Einklang zu bringen, zumal doch Lebensfreude als sein absolutes Must zum persönlichen Teint zu gehören scheint. Naivität wird sein effizientester Selbstschutz vor Kränkungen und Erniedrigungen, jedweder Hausfrauengesetze zum Trotz.

Erwachsen werden ihre Männer ja meistens dann, wenn die Infrastruktur dafür gebettet ist. — Adaptive Farben, chromatische Unterblendungen und das klein bisschen »Unberechenbare« münden wohl oder übel in einer zukünftigen Umgangsform, die ihre männlichen Partner erst plausibel finden müssen. Noch nie habe ich so viele stille Beobachter auf der Suche nach ihrem eigenen »Girl« or »Boy« gesehen wie seit der Objektivierung der Bilder selbst. Aber, nicht die Objekte des Bildes, sondern die Subjekte des Blickes machen Girls erst zu Girls. Somit bleibt meine Verwunderung auch jener gegenüber zu stellen, deren Gesellschaft solche Bilder will und kauft, bzw. immer mehr danach zu funktionieren scheint.

Wir sollten den Versuch doch abbrechen!
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© Dieter Telfser 2006 © Dieter Telfser 2005 A Dream in Green

Unmögliche Positionen: Weibliche Homosexualität als Zeichen der Unreife? — Der Begründer der Psychoanalyse, Sigmund Freud, ist der erste Forscher, der eine Dynamik speziell der weiblichen Homosexualität entwickelt. In seinen »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie« [1905] postuliert Freud eine grundsätzliche psychische Anlage zur Bisexualität, die aller menschlichen Entwicklung zugrunde liegt. Er spricht von mehreren Abstufungen der Homosexualität, die er auch Inversion nennt. Das junge Mädchen macht irgendwann im Spiel mit Jungen die nach Freud traumatische Entdeckung des physischen Geschlechtsunterschieds; manche Mädchen ignorieren das unterstellte Gefühl der Unvollständigkeit und halten fest an der Konkurrenz mit Männern. Der allen Frauen eigene Penisneid, folgert Freud ganz im Stil seiner Zeit, führe stets zu Kompensationsversuchen. Weibliche Homosexualität sei ein Versuch, die narzisstische Kränkung über das körperliche Defizit durch eine männlich geprägte Objektwahl zu überwinden. Da eine Frau eine andere aber nie so befriedigen könne wie ein Mann, ist eine ausgeprägte weibliche Homosexualität für Freud ein Zeichen von Unreife.

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Pushed by Reality! — Sensibars als Selbsterfinder und deren offensichtlich zeitverschobenen Regeln. Oute Menschen, die sich ihre Bilder innen zeugen müssen, um sich Enlighted Bold zu halten. Vor- und Feintastereien als Lebenskonzept und deren Auswirkungen im persönlichen Entspiegelungsmodell. — Koinzidenzen als Tagesbüste!

© Dieter Telfser 2005 — Pushed by Reality! — Sensibars als Selbsterfinder und deren offensichtlich zeitverschobenen Regeln. Oute Menschen, die sich ihre Bilder innen zeugen müssen, um sich Enlighted Bold zu halten. Vor- und Feintastereien als Lebenskonzept und deren Auswirkungen im persönlichen Entspiegelungsmodell. — Koinzidenzen als Tagesbüste!
Urbane Kontrolle als Nachbarschaftsmodell hat den Vorteil, sich »just in time« das Beste aus beiden Welten zu holen. Der Bedarf an sozialer Entspiegelung als Paarungsmodell nimmt neue Formen der Kommunikation an, zumal sich der Begriff der Unverbindlichkeit im wahrsten Sinne drahtlos vollzieht. Wireless und fast telepatisch verbinden sich jene Rezeptoren, die dem fehlenden Stück an Bild jene Quante an Vorsprung geben sollen, die das Herz zum Kreislauf bringt. Vision als Tagesrock mutiert zum Farbgarant für das sekündlich wandelbare und gar neurotisch auslegbare Gedankengerüst. Fast wie ein lähmendes Nervengift streuen sich in sich Verliebte mit weniger in sich Verliebten in einem Kontext des friedlich dekorierbaren Zusammenlebens. — Es wird zur sozial richtbaren Religion, was eigentlich mit Status titelt. Trotz der eigentlich zunehmenden sozialen Verbote, werden Dreistigkeiten immer offenkundiger, weil sie in ihrer wortgewaltigen Einfachheit durchschaubarer, ja förmlich »vaporisierbar« werden und teilweise auch so wirken wollen.

Wäre sexuelle Kultur ein wirklicher identitätsstiftender Beitrag um sozial ins Eck gepolte weniger auf sich zu fixieren, hätte ich wahre Freude mit jenen Menschen, die sich gerne entspannter geben als ihre Muskeln, die sie dazu spielen lassen. Mein Gram basiert auf teilweise tiefsinniger Beobachtung und auch jenen nebenbei wahrgenommenen Frisuren, die sich eigentlich nicht visuell belegen lassen. Es ist vielmehr ein Gefühl, ein Geschmack, unverbindliche Worte in ihrer Sinnhaftigkeit jener Gewalt zu entziehen, die sich selbst als »noch zu öffnende Kanäle« zur Vervollständigung bezeichnen. To be »Out« steht heute für den Begriff, seine Richtung in all seiner unmissverständlichen Klarheit kommuniziert zu wissen. Ähnlich wie bei anderen Lobbies zitiert man jene Communities je nach kulturell nach außen hin belegbarer Nachbildbarkeit. Fast wie eine Prothese klinken sich jene Bilder dann ein, wenn sie auch nur kurz abhanden waren. Sich Aussagen von den Lippen abzulesen, bleibt anscheinend Gehörlosen vorbehalten, die jene Möglichkeit und Zeit zum Erlernen hatten.

»Gendering Around« als Freizeithype und neue Begrifflichkeit für genetische Qualen der anderen Dimension suchen ihren Markt in jener Verschiebung der Anerkennung von Bildtiefe und Hirnbreite, die sich schlicht »Mitte« nennt. Es scheint fast so, als bräuchte »asexuelle Kultur« erst ihren salonfähigen Markt ohne Zauberstäbe dahinter. Auch »Glitter« als fast verpöntes romantisierendes Streusalz lässt kaum noch Tränen fließen und dient somit als reduzierter Lippenreflektor, sollte mal Licht darauf fallen. Erst seit Lube den Lipgloss ersetzt hat, verschwand die gleitfähige Maske endgültig hinter den Webcams. Die neue »butche« Männlichkeit spiegelt sich somit in jenen Bären, die lieber essbar als genießbar sein sollen. — Die daraus gegossenen Körpersorten bilden einen Haupttrend im urbanen Straßendialekt.

Weniger Gehirn für mehr körperliches Gefühl im Sinne von »sich gehen lassen« steht einer neuen Sensibilität direkt gegenüber und polt Sprachtauglichkeit mit Körperflüssigkeit in eine gegorene Form von »Higher Mentality« – auch als Vorsprung durch Zwirbeln bekannt; — so, als könnten recht aktive Menschen weitläufigere Zusammenhänge erkennen, als jene, die lieber inne halten. Natürlich entsteht daraus keine Kultur als vielmehr Gazetten, die das bewegte Bild als Gegenbeweis sezieren würden. So kommt steroide Schönheit heute auch gar nicht mehr als phantasievolles und schöpfendes Gebilde an, sondern erstickt in seiner eigenen Übertragungstechnik. — Die Hauptbotschaft: Form follows technique as technique follows its forms!

Mit der Nachsicht, Randgruppen in eine Steppnaht zu fassen, bekommt der Medienanteil des Stadt-Land-Spiels eine wirklich nur mehr zu kleidende Funktion. Obwohl es ganz »natürliche« Menschen unter uns gibt, die das gut und gerne zelebrieren, machen mir genau jene bewusst »unscheinbar« wirkenden Erscheinungen Bange. Es sind meistens jene, die glauben, sich ihrer Komplexität und somit auch den Wellen an Ist-Kann Verbindlichkeit nicht stellen zu müssen, da sie ihre persönliche Kontrolle durch Leistung eben anders ummünzen, als jene, die sich ihrer Unsicherheit stellen dürfen. Es scheint fast ein Privileg, nicht festgelegte Haltungen auch als solche leben zu dürfen, da die zwischenmenschliche Logik restriktivere Verbindlichkeiten für das sexuelle »Ordnungssystem« zu benötigen scheint.

Get Regular!
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© Dieter Telfser 2005

Bringing sexual Stemmers to more floreal forms of communication. — Never Fuck Alone!

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Le Nouveau Paradox des Rues! — Wer sein Leben in den Griff bekommen will, muss es wohl wieder über die Gasse freisetzen. Unnahbarkeiten als kanalisierendes Glancemodell für mehr Reflexion in gesellschaftlichen Prismen. — Fertruwen Sie dem Markt. Es kuntrolliert Sie!

© Dieter Telfser 2005. — Le Nouveau Paradox des Rues! — Wer sein Leben in den Griff bekommen will, muss es wohl wieder über die Gasse freisetzen. Unnahbarkeiten als kanalisierendes Glancemodell für mehr Reflexion in gesellschaftlichen Prismen. — Fertruwen Sie dem Markt. Es kuntrolliert Sie!
Mehr als nur Humor gehört dazu, um innen Überschüssiges in lustvoller Form zu verstehen bzw. für sich selbst brauchbar und nützlich zu machen. Ob man dafür erlösende Techniken oder schlicht Einweg-Kommunikation verwendet, bleibt ein zu ertragendes Paradoxon. Mehr davon bietet ein kurzer Blick in jene Gassen die sich selbst in sich verschlungen sehen. Es sind die vielen nützlichen Irrwege, die man heute als »ineffizient« umschulen will und in ihrer wertvollen Abstraktion gar nicht mehr so gelten lässt, wie das mutierende Lichttechnik nun mal erfordern würde.

Das Thema Vertrauen haben wir aber nicht erst seit den Sechziger Jahren an den Markt abgegeben, sondern schon seit geraumer Zeit in taktiler Benutzung. Man trägt Vertrauen heute als Duft, pudert mit Humor und kleidet sich dazu in Mut. Die augenscheinliche Kombination zwingt zu jenem Dialog der missbilligenden Verständigung, dass man sich dazu fast mit Wappen schützen sollte. Ob schwer repräsentative Abgrenzung wirklich jene erwünschte Nähe bringt, bleibt als ebenso hinderliches Rätsel jenen Zellmatrixen übrig, mit denen wir glauben persönliche Ausstrahlung zu verwerten. So wissen wir mehr über das Wissen, als über dessen Aufbereitung des dahinter stehenden Zentrums, auch Platz genannt.

Wissenschaftliche Texte kommen so »smooth«, als wären sie in Pelz gebraten und dann als eigenes Plasma wieder zugeführt. So verkohlt wie die Rat- und Ideenlosigkeit von Platt- statt Knappformen hat Essen noch nie geschmeckt. Man reduziert chemisch genauso wie man glaubt dazu Blumen kredenzen zu müssen, um alles in ein harmonisches und eben unnahbares Bild zu rücken. Ein fast gigantomaner und vollkommener Anspruch als sublimer Wunsch verzerrt die gegenseitige Käuflichkeit dadurch.

Vergleicht man die geistig tragfähigen Systeme der Gegengewichtung von K&M, hat man als Beschauer fast den Eindruck als mündete der Gegendruck in eine polarisierende Weltmechanik. Die Straßen scheinen für alle so breit, als müsste man nur mehr auf ihnen fort- bzw. vorankommen. Aber wer will schon fahren, bzw. noch gehen? Die industrielle Revolution hält uns förmlich jene Elle der technischen Evolution zum Abbiegen vor die Nase. Schade dass heutiges Management, egal welcher Ebene vorwiegend seine persönliche Vision von einer Carte de Visite holt und weniger von der damit verbundenen Anstrengung Bilder zu erzeugen und sei es nur im wiederverwertenden Sinne.
© Dieter Telfser 2005. — Man zeigt wieder Mut. — Le Nouveau Paradox des Rues! — Wer sein Leben in den Griff bekommen will, muss es wohl wieder über die Gasse freisetzen. Unnahbarkeiten als kanalisierendes Glancemodell für mehr Reflexion in gesellschaftlichen Prismen. — Fertruwen Sie dem Markt. Es kuntrolliert Sie!
Die Angst vor der eigenen Obsession bzw. Ungewissheit der gewaltigen Kräfte dahinter, d.h. jener wirkenden Kräfte die den Menschen auch über Jahrhunderte noch ausmachen werden, bleibt jenen Zwängen vorbehalten, die wir uns zumindest zwischenmenschlich nachreichen. Düfte spielen ja seit geraumer Zeit deshalb eine so tragende Rolle, damit die persönliche Riechbarkeit eine Brücke verpasst bekommt, ähnlich wie das Zahnärzte ohne odontoblasten Nachbau und metallurg nachfixieren. Das funktioniert zwar mindestens genauso gut wie jede andere Protese, bleibt aber die größte Krücke in unserer Gesellschaft. Es wird ersetzt, was nicht kompatibel ist, es bleibt unausgewogen, was stören könnte, es wird umgemünzt, was nicht sofortigen Erfolg verspricht.

Wir quälen uns mit selbst auferlegten Erfolgsversprechungen die nie einem wirklichen Ziel, als vielmehr operationaler Kurzsichtigkeit dienten. Dies trotz enormer Anzahl an entspiegelten entlang gleitenden Sichtgläsern. Wenn ich bedenke was an sozialer Verspiegelung tatsächlich noch blank schillert, fällt mir ad hoc ja nur jene mediale Verklinkerung ein, die ähnlich wie in der Tierwelt nachdrücklicher markieren wollte. So treffen sich soziale Verstoße mit gemeinen Ungereimtheiten auf Parketten, die es in diesem Sinne ja eben nur im Funk und Kabel, aber wohl kaum aus wirtschaftlichen Interessen gegeben hat. Man bindet sich des Gegenstücks wegen um jene fehlenden Teile nutzen zu können, die man dafür selbst entwickelt glaubt. Sozialer Status bedeutet heute also nicht Genitaler Status, sondern einen »ES«-Überschrieb davon.

Das von praktischen Überprüfungsmechanismen überlieferte reaktive Hemmungskonzept, schürte also spätestens seit der technischen Evolution, eine Art Neubildung des bekannten Vertrauensmodells. Wir verbinden jene Synapsen dann mit Gefühlen, wenn uns das auch wirklich explizit so versprochen wurde. Alles andere bleibt eine obskure Form von Angst und Ungewissheit, die dorthin mündet, wo sie einzelne »Zielgruppenhechte« gezeichnet haben. Ich glaube denen, weil Sie sich das selbst bezahlt haben.

Die bepflasterte Gasse als Geruchbarkeit für das enge innere Treiben, dient nebst seiner fortbildenden und –brigenden Funktion, aber nur mehr jenen Kommerzialitäten dessen Auslagen wir auf ihre Echtheit bzw. Preis-/Leistung überprüfen. Wurde die richtige Farbe noch für das richtige Gefühl an sozialem Prestige mit Vertrauen bezahlt, wähnt man heute das die Möglichkeit einer kulturellen Ressource als Tugend und Disziplin an sich. So bleiben jene übrig, die diesem äußerst romantischen und freundlichen Bild nachhängen, und meinen Vertrauen in der Natur oder in gesellschaftlichen Modellen, Horden oder Parteien finden zu müssen.
© Dieter Telfser 2005. — Schrauben Sie sich weg! — Le Nouveau Paradox des Rues! — Wer sein Leben in den Griff bekommen will, muss es wohl wieder über die Gasse freisetzen. Unnahbarkeiten als kanalisierendes Glancemodell für mehr Reflexion in gesellschaftlichen Prismen. — Fertruwen Sie dem Markt. Es kuntrolliert Sie!
To know Everybody doesn’t
mean to know Everything.

reprise

(audio/mpeg, 2,133 KB)


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© Dieter Telfser 2005

»Wer seinen Horizont erweitert, verkleinert den Himmel.«
Klaus Kinski [18.10.1926 - 23.11.1991]

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Glauben Sie es sich? Niemand ist mehr, wie es ist, geschweige denn, wie es einmal war und/oder gar nicht mehr werden kann. Warum wir uns nichts mehr glauben, alles prüfen müssen und ergründen, ohne das meiste je wirklich wissen zu brauchen. Über die Lügen, die wir uns verkaufen, um unsere seelischen und inneren Systeme authentisch zu erhalten. Bohnermethoden für Parketttypen, die es nie gab.

Was man sich selbst glauben mag, ist eine der subjektivsten, aber doch gefestigtsten Vorstellungsmechanismen, die jeder Mensch für sein Überleben im System zu benötigen scheint. Das alles Subjektive auch einer individuellen Wahrnehmung unterliegt, bedingt eine bestimmte Unsachlichkeit und Voreingenommenheit, die mit situationsbezogenen Gefühlen und Interessensvorteilen zu tun hat. Wer uns dabei lenkt, hängt oft von unserer visuell-aspirativen Umgebung ab.

Wenn ich mir die Entwicklung der geistigen wie auch religiösen Begleitinstitutionen in den letzten zehn Jahren anschaue, stelle ich nur absolut, Absolutes fest. Jede der bis in die Einzelheiten verwurzelten Institutionen hegt ein Angebot der Vielfalt , das mehr Klarheit für individuelle Systeme bieten soll. Dass das Abgeben von geistig überschüssigem Gut in einen persönlichen oder gar universell geglaubten Glauben als Institution hilft, lasse ich mal dahingestellt. Es ist jedoch unübersehbar, dass religiöse Technik sich mit sozialen Systemen nicht so einfach verbinden lässt. Spätestens seit Buddhisten Bücher schreiben müssen, Scientologen sich selbst werten, Hugenotten weniger singen, Katholiken Ihren Weg zu verlieren scheinen und Moslems dazu Krieg machen, haben jene esoterischen Zweige, die wir kaufen können, ein viel leichteres Pflaster in den geistigen Netzwerken dieser Erde. Ist es persönlich noch eine eigenständige Person zu sein? Ist das Nicht-Glauben nur deshalb atheistisch weil die Realität der Atheisten nur ihr alleiniger Glaube sein darf?

Warum wissen wir soviel über uns und das, was wir zu unserem Überleben brauchen, wenn wir jene bewusst verankerten Instrumente faktisch gar nicht mehr nützen. Die Welt scheint ein Friseursalon ohne Farbstabilisatoren geworden. Wer seine Farbe ändert, erneurt sich mit Tönungen so lange rund, bis die zuvor eingesetzte Farbchemie eben nachlässt. Der Rest wird geschnitten oder eben neu und intensiver eingefärbt. Sogar das Volumen kommt aus der Dose und facettiert Backenknochen mit Kieferbreite zu einem wunderbar geschlechtstauglichen Gesichtsdreieck.

Derweil trennen wir mit Real und Virtuell alles was Bluetooth noch nicht als System bietet. Wenn man berücksichtigt, was uns der drahtlose Wunsch in unseren Geräten vorgaukelt, ist es ein Leichtes, uns auf die geistige Unverbindlichkeit der auf uns zukommenden Jahre einzustellen. Ich finde es teilweise jetzt schon erschreckend wie viel Papier und Verbindlichkeiten es in der heutigen Zeit braucht, nur um banale Lebensvorgänge abzuwickeln bzw. überhaupt zu handeln. Wenn das »Miracle« ein zu mimendes »Oracle« werden wird, brauchen wir wohl noch einiges an visueller Verfremdung und Zwangsrichtlinien, um zumindest eine gewisse Spannung am Leben selbst zu erhalten. Das alles »immer schlimmer« wird, ist nur ein Versuch der Wertung in der längst eingetretenen Werteuntauglichkeit selbst.

Da wir mit allen Mitteln und Medien eine ständige Wiederholung der Geschichte verhindern wollen, und uns mehr auf die musikalische und modische Wiederverwertung spezialisiert haben, dürften wir so langsam an den Punkt gekommen sein, an dem die Mischung aus Sechzigern und Achtzigern nur zu den Zwanzigern führen kann, die wir in Ihren Werten nicht mehr halten können. Von dort geht es über archetypische Modelle zum Sprung über die Jahrtausende und in die ach so humanistisch gezeichnete Zukunft. »Mehr Mensch für weniger Geld« könnte die Zusammenfassung hierfür lauten und das hat so gar nichts mit dem Urinstinkt in uns zu tun. Trotz allem bekommt sogar die Pornoindustrie einen erheblichen Status-Definitions-Faktor in unserer Gesellschaft, denn wer kann, der kann auch! Ob bei den schlendernden Extasetechniken auch noch das Fünkchen Spontaneität, tantrisch verstanden als TAN, was Weite, Totalität, Vollkommenheit verspricht, zur Geltung kommt, müssen wir wohl den Regisseuren jener zu trainierenden Drüsen überlassen.

Wie erhalten wir jenes Leben, welches wir mit unserem persönlichen Begriff von Ego und Alter Ego irgendwie in Einklang bringen müssen? Wir leben jenen Begriff und tun das glaube ich bewusster, als uns das bewusst ist. Ich selbst, der ich gerne in die Ecke der Egozentriker, Schillerlinge und Flatterwesen gestellt werde, konnte viel Erfahrung mit authentifizierenden Lebensmodellen sammeln. Nach wie vor müssen Egozentriker so lange schillern, bis sie zur hysterischen Geburt kommen. Daran hat sich nichts geändert, jedoch an den Niederkunftsformen. Ein starkes Ego in der heutigen Definition verschmäht sämtliche Absonderlichkeiten und will auf einem klaren Weg mit einem klaren Plan zu einem eindeutigen Ziel. Wer also seinen starken und klaren Weg geht, wird nicht schöner blühen, sondern omnipotent werden und andere in sein System einladen, um mehrere Ziele gemeinsam zu verfolgen. Damit verbieten wir uns unsere Vielfalt in den meisten Fällen selbst, da Stärke in seiner Konsistenz der vollkommenen Vielfalt eben zu unterliegen scheint.

Das Spannende dabei bleibt die Möglichkeit, alle Vorgänge in ihren vielfältigen Verästlungen beobachten zu können. Wir geben uns selbst das Gefühl der Macht und des Könnens, indem wir alles virtuell nachlesen, manchmal programmieren und in den meisten Fällen einfach nur abrufen. Musterverhalten in der Psychologie weisen auf fatales Wiederholverhalten hin und zupfen an Erlösungsgedanken von einem Weltschmerz, den wir nur mehr neuronal und nicht real wahrnehmen können. Wir trainieren sogar die Wahrnehmung über diätistische Konzepte, damit uns an Wahrheitsmodellen ja nichts entgehen kann.

Es ist nicht alles Grau was Schwarz daherkommt und nach Farbkontrasten sucht. Mut als Zivilcouragemodell äußert sich nicht nur in Stoffgeweben, sondern vorwiegend in Messvorgängen sozialer Natur. Doch auch damit werden kaum neue Werte, als viel mehr neue Messlatten geschaffen. Die Welt als Sportplatz für mehr Kreislauf und weniger Venenprobleme. Der Turnschuh als Überbrücker zu mehr Straßentauglichkeit. Das Gesicht als Wegbereiter zu mehr Körperkultur. Weniger Spannung für mehr Einheitlichkeit, um uns das System verständlicher, einfacher und nutzbarer zu gestalten.

Gelb hilft!
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© Dieter Telfser 2004

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