Reteid Resflet*17 Open Sources 4.3
Sunday, 16. May 2004
Telfser.com > Reteid Resflet*13 Open Sources — Ein Netzwerk für mehr Bewegkraft in der Gestaltung! — Mehr Kante, weniger Business für mehr Zufriedenheit miteinander und füreinander!

© Dieter Telfser 2005. Dieter Telfser im Interview mit Reteid Resflet. Ein Jahr www.telfser.com und seine digitale Ausstrahlung für die insgeheimen Leser, die sich in Zahlen und Auswirkung noch nicht erkennen und messen lassen. Siehe Story Nr. 3518.

Diese WebSite hat das Ziel, den Umgang mit Kommunikation forcierender und sozial orientierter zu gestalten. Es gibt genügend ernsthaft interessierte Schaffende, die gezwungen werden, irgendwelche Dinge zu tun, die der Markt verlangt, nicht aber die Sache. Auch die veröffentlichte Meinung, die Presse, ist nicht kompetent genug, sich mit Gestaltern und Gestaltung nachhaltig auseinander zu setzen — oder auseinander setzen zu wollen. Dazu müsste sie die Inhalte und nicht nur die Form diskutieren. Ich rufe daher zum Protest und nicht zu gegenseitiger Manipulation auf.

Tatsächlich ist Typografie mit etwas Farbe und Grafik [bewegt oder unbewegt] nur ein benutzt konveniertes Machtmittel der Kommunikation geworden, das einem Intralifting gleichkommt. Sogar eine politische Gewichtung von Inhalten scheint nur noch manipulativer Natur. Dies kritisiere ich nicht nur, sondern kann es aus eigener Erfahrung beweisen. Seit ich selbst gestalte, kante ich ständig an irgendwelchen Management- oder politischen Synthesen, die für mich keine akzeptablen sind. Da gibt es immer irgendwen, der glaubt »jetzt nicht« oder »... vielleicht in zehn Jahren«. Ich stelle heute fest, dass ich mich Zeit meines Lebens bemüht habe, sinnvolle und natürlich langfristig gültige Lösungen zu produzieren und nicht mit Postscript, AVID oder Maske zu schönen. Sämtliche Masken dienten vorwiegend der Irritation des mittleren Managements zur schnelleren Themenzentrierung.

Ich möchte durch gewiefte Wertschöpfung Geld genau jenen Menschen zukommen lassen, die jetzt gezwungen sind Arbeit zu verrichten, die sie gar nicht wirklich machen wollen. Dass sie dafür selbst zeichnen, ist mir dabei sehr bewusst, jedoch möchte ich dazu beitragen, andere Möglichkeiten aufzuzeigen, da die Welt tatsächlich wesentlich mehr Farben hat, als nur funktionierende. Meine politische Farbe ist Tauben/Blut/Rot/Gold. So eine Partei gibt es noch nicht. Alleine die Propagandakosten hierfür würden alle Grenzen sprengen.

Die Bewegkraft soll sich als Netzwerk entwickeln, dezentral. Im Verlauf der letzten Jahre beobachtete ich genau jene Zyklen, die große Werkstätten der Kreativität waren. Sobald einzelne oder eine Gruppe auf das Treppchen gehoben wurden, unterlagen sie auch schon wieder einem wirtschaftlichen Verwertungsinteresse. Hier aktuelle Beispiele: Research Studios, David Carson, MetaDesign, Tomato, Benettons Fabrica.

Es kann, es soll nicht sein, dass man jemanden als Person oder mehrere dahinter stehende Personen als Genies feiert, nur weil sie ihre Arbeit mit Liebe tun, vielleicht unter- oder gar überbezahlt. Alle zentralisierten bzw. auf einen Ort lokalisierten Kreativschmieden wurden hochgejubelt, gelutscht und dann ausgespuckt. Dies geschah nie zum Vorteil der Sache, sondern hing auch immer an Menschen, die als Stars im Rampenlicht stehen wollten. Nun bei mir ist dies definitiv anders! Ich plane nicht den geringsten Unterhaltungswert in der Öffentlichkeit.

Meine Metamorphosen sind ein Beweis für die Unterdrückungen in den einzelnen Stationen, in denen ich gearbeitet habe und wo ich den jeweiligen [und oft nur kurzfristigen] wirtschaftlichen Zielen diente. Ich habe alles sehr genau beobachtet und bin zu keiner Synthese gekommen. Ich suche etwas Anderes. Niemand zentral und niemals öffentlich! Ich gestalte immer für andere, obgleich ich mich damit natürlich selbst gestalte. Alleine im Wirkungsbereich der jeweiligen Schöpfer kann erkennbar werden, was die- oder derjenige mit Gestaltung will.

Trotzdem muss am Ende wieder Öffentlichkeit stehen, nachhaltige Kinderstube hin oder her. Die Interaktion mit Kreativität muss eine nächste Qualität bekommen. Das ist natürlich ein Widerspruch zu dem offenen Diskurs im Web. Der weltweite Besuch auf telfser.com zeichnet zwar mit dem Namen meiner Familie, könnte jedoch genauso gut »resflet« heißen.

Mehr Kante, weniger Business,
mehr Zufriedenheit miteinander und füreinander!
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© Dieter Telfser 2004

Hier noch die Laubenvögel als Beweis:

Als die Forschungsreisenden im 19. Jahrhundert den dichten Bergregenwald Neuguineas durchstreiften, glaubten sie auf Spielhäuser und -plätze von einheimischen Kindern gestoßen zu sein. Doch sie irrten. Die wahren Baumeister waren Laubenvögel und ihre architektonischen Meisterwerke, die »Lauben«, erfüllen nur einen Zweck: Sie sollen ein Weibchen für die Vogelhochzeit anlocken.

Im Tierreich suchen diese Geschöpfe ihresgleichen. Kein Wunder also, dass sie in der Hitliste der Studienobjekte von Ornithologen und Soziobiologen ganz weit oben rangieren. Seit langem faszinieren jene wundersamen Kreaturen auch GEO-Expeditionsleiter Uwe George. Die Laubenvögel, so begründet er, »schaffen eigenkreativ Kunstwerke, sie haben ein ästhetisches Bewusstsein. Und das gilt nicht nur für ihre wunderschönen Kollagen aus Blüten und Pflanzenteilen und ihre schönen architektonisch vollendeten Lauben, sondern auch für ihr musikalisches Talent.«

Demnach lässt sich »anhand der Laubenvögel tatsächlich beweisen, dass Kunstschaffen keine rein humane Angelegenheit ist ohne Naturgeschichte.« Wie George erläutert, nimmt jene künstlerische Tätigkeit einen Großteil ihrer Zeit in Anspruch: »Die Männchen beschäftigen sich mehr oder weniger das ganze Jahr mit dem sehr aufwändigen Laubenbau und der Verzierung und Ausschmückung der Nester sowie der davor liegenden Gärten.« Mithilfe eines Experimentes wies der GEO-Redakteur nach, wie ausgefeilt der ästhetische Sinn der Laubenvögel wirklich ist.

Als er einem der Vögel eine blaue Plastikuhr anbot, stürzte sich dieser sogleich auf das Objekt und entschied »durch Beobachtung, wo dieser Gegenstand am besten aufgehoben ist. Mehrfach hat er sich die Uhr aus verschiedenen Perspektiven angeguckt und umgelegt, bis er schließlich mit der Farbkomposition zufrieden war«, erzählt der Expeditionsleiter. Mit ihrem Kunstgeschmack sind die Laubenvögel eine Ausnahmeerscheinung im Tierreich. Selbst die Angehörigen des Papua-Volkes sehen sie »als Fremde und schreiben ihnen völlig andere Eigenschaften zu als allen anderen Geschöpfen des Waldes«, so George.

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der markt ist die sache.
hast du genug Gewicht kannst du den markt ändern.

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Mit Gewicht entsteht ja wieder Gewicht!

Damit nimmt der Markt an er sei tatsächlich Markt. — Schwierig darauf zu antworten: der Markt an sich ist mindestens genauso synthetisch erzeugt wie das Konzept »uns« glauben zu machen, Software würde sich von Hardware unterscheiden. Ein bipolares Spannungsfeld in der Annahme es gäbe keine sonstige Energiequellen. — Beides bedingt einander für seine Kongruenz und hat von sich aus nie seine Unterscheidung gesucht.

Gefunden haben wir [also das was als Marktutensil dient] aber nur das Konzept von seiner möglichen Teilbarkeit. Ein Personal Computer sollte ja zumindest laut Wortlaut [Steuereinheit] aus dem Lateinischen für »Gemeinsam Teilen« stehen und nicht für Mobilität beim Sitzenbleiben. Das heute humanistische Schäden auf Grund von Digitalitäten und Magnetresonanzen noch nicht dokumentiert werden wollen, ist doch schon fast wieder romantisch. — Der Markt scheint also »lieb« zu sein, und das Gewicht seine »Lichtquelle«.

Für mich selbst glaube ich erkannt zu haben, dass sich Veränderung selbsttätig vollzieht. Hierbei ist das Wissen an sich seine hinderlichste Quelle, also Gewichtung. Wenn ich annehme, dass die Natur den Menschen seine Kraft zurückgibt, bin ich überzeugt wir haben keine Ahnung von der Natur, weil die sich wiederum nie getrennt sehen wollte. Wenn also Machtkonzepte tatsächlich noch Farbe hier her bringen konnten, haben viele Gestalter/innen dazu beigetragen.

Wenn Verantwortung seine Autonomie sehen wollte, würde die »Gute« nie alleine dabei sein wollen, sondern sich nebenbei daran erinnern. Warum wir uns nicht mehr erinnern wollen, hat damit zu tun, dass es stetig neue »Thrills« für den nach oben gebogenen Mundwinkel zu implantieren gilt. Die Regel: »Service ist das was niemals entstehen darf«, gilt für die Gastronomie genauso, wie für Mitdenkende unter uns.

Aber was ist seine Disziplin?Im Grunde entsteht Service aus der Notwendigkeit eines Bedarfs. Bedingt der Bedarf seine Notwendigkeit war das beim Besten Glauben niemals Service, also Dienstleistung. — Sichtbar sollte das doch erst bei seiner Notwendigkeit werden, und nicht bei der alltäglichen Aufmerksamkeit, die ihre Dienstleistung im Vorhinein bedingte. Wenn Dienstleistung entstehen musste, wollte jene ihren Nutzen nie! Insofern bedingt auch ihr Markt, nur die eigene Sache.
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At Your Service!

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© Dieter Telfser 2017 — Telfser.com > Reteid Resflet*17 Open Sources — Ein Netzwerk für mehr Bewegkraft in der Gestaltung! — Mehr Kante, weniger Business für mehr Zufriedenheit miteinander und füreinander!
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