Reteid Resflet*20 Open Sources 7.3
Visual Gambling Equities! — Ethnische Versprechungen und seine sozialen Verpflichtungen im gegenseitigen Austausch. Kollegialität ohne Bühne für mehr Teilbarkeit der Gedanken. Qualität als glaubwürdiges, in die Zukunft ausgerichtetes Schnuppermerkmal und Kernsinn der gewünschten Kultur. — Typografische Onkologie als elitäres Vorsorgemodell!

© Dieter Telfser 2005 — Visual Gambling Equities! — Ethnische Versprechungen und seine sozialen Verpflichtungen im gegenseitigen Austausch. Kollegialität ohne Bühne für mehr Teilbarkeit der Gedanken. Qualität als glaubwürdiges, in die Zukunft ausgerichtetes Schnuppermerkmal und Kernsinn der gewünschten Kultur. — Typografische Onkolgie als elitäres Vorsorgemodell!
Marktwert ist ein dienliches Instrument für jene Dinge mit denen man sich auf die Bühne zu stellen bereit ist. Nun, ich bin es nicht. Schreibe daher diesen Text mit einer persönlichen Note von Verbitterung über die Verdreschung der gestaltenden Disziplin. Ob es nun »Haute Brillanterie« oder »SexAppeal« mit dem bemessenen Stück Content ist, ist nicht Sache, als vielmehr der gruppendynamische Effekt, der damit verbunden ist. Wie man das ändert, bringt wohl die Zeit, sicher aber nicht meine persönliche Präsenz und Faszination auf der Bühne, von welchem Institut auch immer. Hiermit gebe ich bekannt auf der Typo 2006 in Berlin nicht sprechen zu werden, weil ich nach langer Überlegung weder Plattform noch den inhaltlichen Austausch dort anerkenne.

Vielmehr veranlasst mich die Art und Weise der modernen Altersvorsorge von schaffenden und wunderbaren Gestaltern dazu diesen Text zu verfassen. Auf meiner Recherche nach jenen Gestaltern, die nicht auf die Bühne und ins Rampenlicht wollten, blieb ich überrascht übrig, mit ein zwei Büchern, die nichts darüber aussagten, ob es die in der Öffentlichkeit angekommenen bzw. auf dem Sockel stehenden auch leichter hatten, mit ihren persönlichen Schicksalen dahinter. Da fielen schon gewichtige Namen, und ich stellte fest, alle dokumentiert in Hochglanzbüchern und mit dem Hauch an sozialer Idee dahinter, die das Ganze noch nachhaltig verblumen sollte. Ich blieb übrig in meiner Gedankenwelt, in jener Form an was ich wohl beitragen könnte, und zwar sinnvoll, ohne mit Effekten zu verwischen.

Nichts, anscheinend, denn der sich stetig schließende Kreis an Schicksalen, die durch öffentliche Berühmtheit mehr aus sich gesogen hätten, verbrannte sich in der Illusion damit tatsächlich wirtschaftliche und seelische Vorteile verbinden zu können. Maßlos war das Licht in Watt und auch sonst lieferte Adobe und Apple zeitgerecht jene Instrumente, um das Wort Genie und Genialität so lange hochzuhalten, bis der leichte Geschmack an tastbarer Zukunft auch auf den Schreibtischen stand. Nun, mit Typografie scheint das einen ähnlichen Weg zu nehmen wie mit der Reduktion auf Spezialrythmen der Mathematik. Man verweigert die Intuition einer gruppendynamischen Nutzbarkeit und persifiliert Parablen solange, bis man daraus eine Art von Energie zumindest psychologisch nachvollziehen kann.

Warum keine Bühne? — Die Bühne ist eine wunderbare schwertführende Disziplin sozialer Themen, aber keine begleitende und vor allem auf eine Bühne zu stellende Zeiterscheinung von machtgenerierenden Instrumenten. Bedenkt man die damit verbundene Intuition, die Qualen dahinter und vor allem die damit verbundenen Persönlichkeitsbilder, braucht es schlicht und ergreifend keine einzige Gottheit um sich der Liebe des Details zu wähnen. Man kann ruhig übrig bleiben in einem Jargon der Spinner, Durchgeknallten oder sonstigen Wortverkränkungen um sehr schnell zu verstehen, dass Public Presence nicht unbedingt Public Audience darstellt.

Bedenkt man die Drehbarkeit des verwunderten Blickwinkels eines Beschauers fehlt mir die Autonomie, der persönliche und vor allem kritische Winkel des Betrachters. Nennt man Marktwert jene Disziplin, die nach einem Angestelltenverhältnis den Megavertrag bringen sollte, bleibt es trotzdem eines der dümmsten Diktate von Rechtsanwälten ohne besondere humane Kompetenz. »To keep yourself cute« ist lange keine Frage von Gesicht und Gewichtung als vielmehr von Strahlung und Heizwert vor jener Wattanzahl, der man gerademal standhalten kann. Dies unter der Prämisse »standhaft« und stetig freundliche Auskunft darüber zu geben, was man in seinen innersten Werten auch wirklich brauchbar für möglicherweise auch andere hält. Bedauerlicherweise stellte ich immer fest dass Information, bzw. die höfliche Verdrehung von persönlicher Entspiegelung im Zwischenmenschlichen immer nur jenen kurzen Moment der Wonne ausmacht, den man auch mit einem Rosenbad erledigen könnte.

Bewegung kommt erst in Gange, wenn das mehrere tun. — Freiwillig, unverbindlich, aus innerster Überzeugung und mit dem großen Stück Herzen und Liebe, die dann andere auch riechen und Saft am Stück Mut fassen und dazu ihren Körper tanzen lassen. So bleibt die persönliche Erlösung in der Sekunde immer nur ein Stück fehlendes Bild, welches die Medien noch nicht so gezeigt haben. Markt als persönlicher Wert dient also vorwiegend jenen Bluechips, die sich Ihrer Stabilität nicht im geringsten bewusst sind. Man kokettiert heute Vertrauen als Feinstofflichkeit, so als würde der Sitz eines Anzugs tatsächlich handgekordelt daher kommen müssen.

To be updated does not mean to date. Ich bin mir bewusst, dass eine heutige öffentliche Erscheinung nichts zur Öffnung von Herzen und Inhalten beitragen kann solange die Herzen dafür nicht bereit sind. Jegliche kommerziellen wie auch staatlichen Prämissen dies zu ändern entgelten nur den noch nicht bezahlten Vorsprung und sind ähnlich zu werten wie Börsengeschäfte in Asien mit deren europäischer Relevanz für Investoren, die das halt einem Institut bzw. einer Person mit Vison übergeben. Wie kommen wir aber zu mehr Austausch untereinander, zu mehr Besuchen und wirklich lehrhaften Treffen die uns weiterbringen?

Der Zufall ist ein Ansatz, das Licht eine Möglichkeit, die sonstigen vielen Millionen Wege eine der vielen vortrefflichen Gesangsmöglichkeiten, sich die Lockstoffe abzuluxen, die man sich gegenseitig als sogenannten Stimulus weitergeben möchte. Erbost stelle ich fest, dass man ältere Gestalter zum alten Eisen schmeißt und sich junge Gestalter, von sich selbst geflasht, vorwiegend in deren Communities zu suchen scheint. Von was wir in Zukunft leben bleibt aber noch nicht ausgesprochen. Es ist nämlich ein direkter und verbindlicher Beitrag für jene Themen, die sich tunlichst sämtlichen elektrischen Licht entziehen. Es bleibt das Dahinter jene Disziplin der Künste der Lichtverfremdung bereits zu beherrschen. Das setze ich bei einem Typographen voraus, der damit Machtinstrumente für die Zukunft entwirft.

Es bleiben wohl Irische, Englische oder Niederländische Wurzeln, die sich das Detail von Freude am Kleinen noch vorbehalten, dazu gute Suppen kochen oder sich auch schon mal einen kleinen und größeren Fisch schnappen um über Kartoffeln solange nachzudenken, bis Ihnen selbst die Würze im Schlaf ausgeht. Ich bedauere außerordentlich, dass es ein Heer von dummen Nachzüglern geben muss, die sich dem Interesse Ihres inneren Interesses entziehen wollen. Es sind die Stillen und Schönen, die sich in den Winkeln solange vergraben, bis sich Essen mit Diät im Körper finanziell tauglich manifestiert. Sexualität ist heute der wichtigste Identitätsbotensoff und damit als Austauschfaktor auf jene Technik reduziert.

Dass man endlich Genforschung dazu zitiert bleibt eine Freundlichkeit von Quoten, die wir uns halt auch in Bildern vorstellen müssen. Das Dahinter von Machbarkeiten mündet derzeit in doofen SPAs oder tibetisch indischen Konzepten der persönlichen Entmündigung von Abstraktion. Träumen in Bildern unterliegt einem Hype der Farben in Formen auf Film. Die damit verbundenen Gefühle tragen als Duft jene mögliche Annäherung, die nichts bringt ausser Wärme, die man genauso essen könnte. Dreister werden die Kommentare, direkter das Wort das unter die Haut soll und schwieriger die Bildaufbereitung hierzu.

Typografie hat sich im Hintergrund zu halten, weil ansonsten Technik nicht mehr käuflich gemacht werden kann bzw. Wörter Ihre Riechbarkeit verlieren. Es ist so ähnlich wie mit einem viel zu süßen Wein, den man im Rahmen der toxischen Umnachtung plötzlich allen kundtun will, vergessend, dass die Wurzel davon nur die lang gepflegte Erde nutzt. Öffentliche Koketterie damit und auch persönlicher Erfahrenswert dient höchstens jenen Leidenswegen, die weitere stiftende Bilder nicht an die Oberfläche bringen kann. Wenn aus unseren Meistern Götter werden müssen, müssen sich wohl Stars dazugesellen und gar noch Gesicht dazu überlegt werden. Es vergammelt Content-Pflicht zu sozialem Bowling ohne der Farbe des Geschmacks, die wir dazu aber dringend bräuchten.

Es gibt ein einfaches Hausrezept dafür: Das verlorene Ei wird aus 2 Eiern, 1 EL Wasser, 3 EL Weißweinessig, 1 Lorbeerblatt und 2 Pfefferkörnen gemacht. Die Zubereitung denkbar einfach: Das Wasser mit dem Weißweinessig, dem Lorbeerblatt und den Pfefferkörnen in einem kleinen Topf bis zum Siedepunkt erhitzen. Die Eier aufschlagen, ohne das Eigelb zu verletzen und einzeln in eine Tasse geben. Ins Essigwasser gleiten lassen [falls die Eier am Pfannenboden haften bleiben, mit einem Spaten oder Löffel lösen]. Die Eier 3-5 Minuten gar ziehen lassen [das Eiweiß muss fest, das Eigelb jedoch weich sein]. Mit einer flachen Schaumkelle das Ei herausheben und der Öffentlichkeit servieren. Als Tipp empfiehlt sich auf Salz zu verzichten, weil das Eiweiß vollkommen auseinanderfallen könnte. Als Beilage empfiehlt sich Spinat in Butter oder gedünstete Gemüsestreifen.

Sollten Sie jetzt Ähnlichkeiten zur Typografie auf der Bühne entdecken, liegen Sie möglicherweise richtig, allerdings behält sich der Naturgeschmack jenem der gegorenen szenografischen mehr vor als man dann auf Licht erleben könnte. »No one in this world, so far as I know, has ever lost money by underestimating the intelligence of the great masses of the plain people.« [Henry Louis Mencken]
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© Dieter Telfser 2005

Buchempfehlungen: Form:Ethik | Ein Brevier für Gestalter, Think Networks mit The First Link, Innovation Happens Elsewhere von Ron Goldman und Richard P. Gabriel oder The Wisdom of Crowds von James Surowiecki.

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Avanti il Prossimo! — Verzeihen Sie die Störung, aber würden Sie so freundlich sein wollen den neuen Leitfiguren dieser Zeit den Vortritt zu lassen, ohne sich damit messen zu glauben? What brings the generation of predispositonal personalities to their concepts? — Next, Please!

© Dieter Telfser 2005. Avanti il Prossimo! — Verzeihen Sie die Störung, aber würden Sie so freundlich sein wollen, den neuen Leitfiguren dieser Zeit den Vortritt zu lassen, ohne sich damit messen zu glauben? What brings the generation of predispositonal personalities to their concepts? — <a href="http://telfser.com/stories/3508/">Next, Please!</a>

Bilder die uns in Figuren leiten, sind syntaktische Darstellungsformen, die von den üblichen Sprechweisen abweichen, um Ihrer Nachhaltigkeit Eindruck einzuverleiben. Das Spektrum ist groß, Ziel bleibt jedoch der gestohlene Dialog als Machttechnik, um jene persönlichen Muster in uns abzurufen, die wir als ständig fehlendes Teil eines möglichen Ganzen einfach nur verstehen wollen. Die daraus erlernbare emotionale Abhängigkeit schenkt jenen Glauben, den wir für die innerste Kruste – auch als Vertrauen bekannt – wiederholen. Man gibt das Stückchen hart erarbeites Selbst gerne an jene Persönlichkeiten ab, von welchen man überzeugt ist, sie würden es über Generationen vermehren und vor allem viel anschaulicher vermitteln können, als man selbst dazu imstande ist.

Alleine die Verständlichkeit ist zu wenig, denn nur eindringlich erfassbare Konzepte, auch als PPP benannt, bewirken als Gegenstand der Betrachtung die glaubhafte Verbindung von Körpern als Kunst, Philosophie als religiöses Vertriebskonzept und seelischen Fähigkeiten als Forschungsmodul. Michel Foucaults Modelle der Verteidigung rührten in gespickten Strukturen als Anlehnung an Tibetische Persönlichkeiten. Aber lässt sich nicht mehr als personifizierte Güte in fast natürlicher Qualität verbinden? Wären die biologischen und historischen Grundlagen nicht bereits seit der Antike die selben, gäbe es wohl auch weiterhin gewaltige Verwechslungen mit vegetativem Leben und sensitiven Pflanzen als organischer Zellbestand.

Die wohl nachvollziehbarste Form von »Macht« ist jene nach Max Weber:
»Jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel, worauf diese Chance beruht.«
In den meisten aktuellen Definitionen und Darstellungen geht es aber um verschiedene Formen und Techniken der Einflussnahme innerhalb kleiner oder größerer Gruppierungen. Dass jemand auch Macht über sich selbst gewinnen könnte, dokumentieren Kreationen wie »Selbstbeherrschung« oder »Körperbeherrschung«. Bemerkenswert finden viele jene mentale Qualität über den eigenen Körper, die über das Können der indischen Yogis bebildert, bzw. in Tee- und Salzform zugänglich gemacht wird.

Da sämtliche Leitfiguren welcher Art auch immer auf suggestiv angelegten Techniken derer Veränderung basieren, möchte ich einladen jene so »neu« ausgeschöpften Gedanken, die man von Dekade zu Dekade zu essen glauben soll, einfach schneller hinzunehmen, anstatt sie mit einem persönlichen Konzept des Selbstbildnisses zu vergleichen, in der Prüfung ob man dem Bild der Figur denn gerecht werden könnte. Die daraus entstehende Verunsicherung führt zu eklatanten Verzögerungen in der Entwicklung der humanen Spezies und ich bin nahezu verwundert über die Zähheit von Mitmenschen und ihren teilweise konservativ zitierten Satzungen, die ein Muster halten welches nie wirklich fertig gezeichnet werden kann.

Dass große Ideen immer ein Teil von einem nie fertigen Konzept bleiben werden, halte ich weder für erwähnenswert noch besonders zielführend, um zu verstehen, dass eine prädispositionierte Persönlichkeit immer nur nach dem eigenen genetischen Bild handeln kann; — nicht aber dazu befugt ist, auf Grund des Alters der jeweiligen Zellinformation auf den kollektiven Wahrheitsgehalt der Gedanken zu pochen. Ich wäre verzückt, wenn bestimmte Lebenskonzepte und -haltungen nicht ständig zu Papier und Schirm diskutiert werden müssten, sondern sich gegenseitig im zwischen und -menschlichen mehr und eindeutiger vorzeigen würden.

Dadurch gäbe es wesentlich schneller die Möglichkeit umfassender voneinander zu lernen, als einem bestimmten Formulierungsbild auf die Sprünge zu helfen. Es hätte zudem den Vorteil, Farben und Vielfältigkeit im Austausch auch wirklich mehr als nützlich und vor allem für andere erlernbar zu machen. Das kann in Ruhe und vor allem in gleitsichtigen Modellen sehr gut einfach nebenbei passieren, ohne zu glauben man müsse neue Fakultäten gründen, um Universitäten zu refinanzieren. Sollte es noch Studierende geben, die nicht nur mehr ihr Papier am Ende brauchen, bitte ich sie, sich jenem sozialen Konstrukt zu stellen, welches freie Forschungsarbeit mit faktischen Fatalismen etwas mutiger entgegenpolt.

Freie Gedanken, wenn auch unter kommerziellen Prämissen, entstehen vorwiegend im sich ständig veränderbaren und mutierenden feinstofflichen Austausch miteinander! Um so bedauerlicher finde ich es, dass wir die älteren geistigen Väter, wahrlich zum alten »Meissen« geben und uns deren Fülle und Volumen, die ja nur viellichtiger und gegorener denn je präsentiert werden könnten, mit arroganter Gelassenheit nebenbei liegen lassen. Viele Konzepte und Wissen werden deshalb abgelehnt, weil jene einem neuen Zeitgeist bzw. –bild gar nicht mehr entsprechen wollen. Das kann nicht mit einem Generationskonflikt abgegolten werden, ja geschweige denn auf digitale Mechanismen der Publikationsvielfalt abgelegt werden.

Es gibt, gab Regeln und einfache mathematische Phantasien in unserer Gesellschaft, die heute flächendeckend nur mehr als bilanzierte Kommastellen Rechnungen zieren dürfen, damit die Umwelt etwas mehr zum kompostieren hat; — sollte dies das Portable Document Format in Zukunft überhaupt noch erlauben. Vielleicht brauchen wir neben der banalen Distillierfunktion des Produkts, auch eine Kompostierfunktion von AS, damit wir wertbare Gedanken doch mehr als nur »intelligent« und »übergreifend« verfügbar machen und dabei nicht einmal fermentieren.

Das Schlussbild könnten die Vereinigten Russischen Emirate mit ihrem äußerst natürlichen Bild zur medialen Opulenz liefern. Immerhin sind in jenem Land noch Werte erhalten, die in den Medien nicht erwähnenswert genug sind, und somit auch noch weiteren Generationen als Leitbild dienen können. Mir gefällt deren Haltung zu Wolle und den wärmenden Metaphern ohne internationalen Verklumpungen wirklich auf die Schliche kommen zu müssen. Es ist deren Eigensinn im Bewusstsein, dass die Mutter wohl auch kommerziellen Nutzen haben kann, aber nicht unbedingt haben muss.

Während man in Europäischen Breiten immer mehr »intime« und private Inhalte à 10% Happen den Medien vorwirft, behält man sich das Recht auf Unberechenbarkeit dort noch vor. Die Entscheidungsgrundlagen basieren eben nicht auf die Verwirklichung eines YottaZiels, als vielmehr auf das Sammeln von Resourcen für alle möglichen medialen und politischen Träger. Ich finde dies ein wesentlich sympathischeres Konzept, als die absolute Definition von richtungsweisenden Bildern in Form von Personen, die miteinander für ein gerade eben entstandenes Konzept neu angeordnet in einem anderen Licht posieren.

Die nächsten Konzepte von Persönlichkeiten auf der Rampe und am Drücker werden also nicht auf Grund des genetisch überlieferten Materials geliefert, sondern auf Grund der Vielfältigkeit in einer physischen Einheit ständig neu definierbaren Kraft und Dominanz. Man bezahlt mit persönlichem Unwissen und es wird wohl sehr viele mediale Clones dazwischen brauchen, bis man persönliche Vielfalt nicht länger mit affichierten Farben verwechseln wird, egal ob sich jene nun in Purpur, Weiß, Orange oder Taubenblut kleiden.

Persönlich wünschte ich mir den gesamten Zyklus nur etwas schneller!
Es lange weilt, wenn man sich dazu noch selbst zitieren muss.

Next, Please and Keep very Fast Forward!
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© Dieter Telfser 2005

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Mist

Der Mist nimmt einfach über Hand, Virus hin oder her:
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Von: Rona Tommy <chllp9xvf@exis.net>
Antworten an: Rona Tommy <chllp9xvf@exis.net>
Datum: Wed, 26 May 2004 03:18:45 +0500
An: melanie.gecius@uni-bielefeld.de, klaus.tillmann@uni-bielefeld.de, gerd.fleischmann@uni-bielefeld.de

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Handyfrei ab 13.05.2004 — Ein Manifest zu Verhaltensänderung, kognitiver Anpassung und sozialer Normierung durch Handybesitz.

© Meinrad Hofer 2004 — Mein Teddybär Max, gesponsort von meinem Schulfreund John. Er trägt zerwuzeltes au point von Hermès.

Den Ausschlag für dieses Manifest gaben Putz- und Aufräumarbeiten bei mir zu Hause: da fanden sich jede Menge Kabel und Elektrik neben dem üblichen Staub und Dreck. Nachdem ich Fernseher und Radio entsorgt hatte, läutete mein zelluläres Teil. Der Wunsch einer Rückkehr zur himmlischen Ruhe des »Prä-Handyzeitalters« nahm immer konkretere Formen an. Fazit: Das Handy ist zum ständigen Begleiter des Menschen geworden. Ist er einmal im Besitz eines solchen Gerätes, welches imstande ist, den Terminplaner, die Armbanduhr, das Telefonbuch und sogar den Gameboy zu ersetzen, lernt er bald seine Vorzüge kennen und stellt sein Verhalten mit bemerkenswerter Geschwindigkeit auf die neue Gegebenheit ein bzw. um.

Während das Handy bereits in die Sozialisation Jugendlicher eingebunden ist, schaffen erwachsene Menschen sich ein Handy mit der Begründung an, es für berufliche Zwecke oder in Notsituationen zu verwenden. Tatsächlich war auch ich von meiner alten Firma gezwungen worden, ein Handy zu verwenden. Ist die Überraschung beim ersten Anruf auf das neue Gerät noch groß, so nimmt der Besitzer bald eine permanente, unbewusste Erwartungshaltung ein: Nicht nur das Handy ist unaufhörlich bereit, einen Anruf zu erhalten, ebenso befindet sich der Besitzer in einem kontinuierlichen »stand by« Modus, bereit, jederzeit abzuheben.

Beim alltäglichen Umgang mit dem Handy tritt dies besonders klar zu Tage. Immer mehr wird das Handy Bestandteil menschlichen Verhaltens, selbst wenn der Griff zum Gerät nicht immer bewusst vollzogen wird, sondern einem Automatismus gleichkommt. Fragen wie »Ist der Akku noch voll?«, »Sind neue SMS angekommen?«, »Gab es einen ‚Anruf in Abwesenheit?« oder »Steht ein Termin an, den es zu beachten gilt?« nehmen an Häufigkeit zu. — Das Handy beginnt eine wichtigere Rolle im Leben des Besitzers einzunehmen, als dieser sich vorgestellt hatte.

Diese symbiotische Verbindung, die der Mensch zu seinem Handy entwickelt, tritt besonders stark zu Tage, wenn sein Verhalten näher beobachtet wird. So zeugen zum Beispiel der panische Griff an die Tasche [»Habe ich mein Handy auch wirklich dabei?« oder »Habe ich es auch nicht verloren?«] oder der laute Ärger, falls die Batterie leer ist, von der Wichtigkeit, die dem kleinen, aber so praktischen Gerät beigemessen wird. Dass dies Reaktionen sind, die der Besitzer vor dem Erwerb des Gerätes von sich selbst nicht kannte, untermauerte meine These der fortlaufenden Veränderung des menschlichen Verhaltens durch das Handy.

Sobald das Handy klingelt oder vibriert, wird die Unterhaltung mit dem Gegenüber unterbrochen oder gar beendet, sodass eine wirkliche Kontaktaufnahme, wirkliche Kommunikation, nur noch unter dem Vorbehalt geschehen kann, dass niemand anruft. Ist dies aber geschehen, so ist der Angerufene mit seiner Informationsverarbeitungskapazität überfordert. Die Folge ist, dass man weder mit dem einen, noch mit dem anderen Gesprächspartner sinnvoll kommunizieren kann. Exklusivität genießt in dieser Situation keiner von beiden.

Eine verwandte Folge dieses Problems ist, dass sich das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatsphäre in wechselseitigem Wandel befindet: Intime Gespräche werden nicht mehr nur in abgetrennten, privaten Räumen geführt. An jedem erdenklichen öffentlichen Ort können sich aufmerksame Mithörer von mehr oder weniger spannenden Ungereimtheiten des zwischenmenschlichen Lebens berieseln lassen. Der alte Slogan der Feministinnen: »Das Private ist öffentlich«, scheint also auf dem besten Weg zu sein, allgemeine Umsetzung zu finden.

Eine weitere Folge ist eine praktische, sie betrifft das Verabredungsverhalten der Menschen. Wurde sich ohne das Handy zu einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort verbindlich verabredet, so wird sich unter Handybenutzern meistens zum nächsten Telefonat verabredet, was zur Folge haben kann, dass seltener wirkliche Begegnungen von Angesicht zu Angesicht stattfinden. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass bipolare Kommunikationsmodelle nicht der Verständigung, sondern nur der Elektronik selbst dienen.

Im täglichen Miteinander wird der Handybesitz als selbstverständlich angenommen. Die Werbung und das Fernsehen propagieren seine unabdingbare Nützlichkeit. Man schreibt nicht mehr die Telefonnummer auf einen Zettel, sondern die Handynummer wird direkt in das Gerät gespeichert. Wer sich als »handylos« outet, läuft Gefahr sich Fragen nach der Möglichkeit, wie das Leben ohne Handy zu organisieren sei, stellen zu lassen [Die Menschen vergessen sehr schnell]. Um auf dem Arbeitsmarkt nicht aus dem Profil eines gesuchten Angestellten heraus zu fallen, ist der Besitz eines Handys schon fast notwendig, gerade weil er als zeitgemäß und selbstverständlich gilt. — Denn wer will schon als altmodisch »abgestempelt« werden? — Ständige Erreichbarkeit ist Zeichen von Fortschritt, Flexibilität und Mobilität.

Nach all diesen Überlegungen kam ich zu dem einzig mir human erscheinenden Schluss: Ich weigere mich in Zukunft , »mobil« erreichbar zu sein. Mein normales, gutes, nettes, schnuckeliges Telekom-Telefon mit Fax steht zu Hause im Vorzimmer, wo es meiner Meinung nach auch hingehört, und steht künftig als mein einziger Telefondienst zur Verfügung.

Zumindest habe ich bei der Benutzung eines Telekom-Telefons [trotz des nicht gerade günstigen Tarifs] tatsächlich das Gefühl, als könnte ich der sozialen Infrastruktur der Arbeiter, die seinerzeit die Leitungen dafür verlegt haben, etwas abgelten und zudem eine Infrastruktur stützen, die im Grunde gar nicht so altmodisch ist, wie alle glauben. Diese Form des Respekts zolle ich hiermit. Hinzufügen möchte ich, und es ist mir ein Anliegen dies mitzuteilen, dass die Notwenigkeit mobiler Kommunikation bei mir nicht gegeben ist. Da ich weder Arzt im Dienst, noch ein erfolgreicher Geschäftsmann bin und auch selten erste Hilfe bieten kann, greife ich in Zukunft auf die alten Telefonkabinen oder die sonst üblichen Telefoninfrastrukturen zurück.

Wer immer mir sagen wird, wie unpraktisch ich mit dieser Entscheidung denke, dem freue ich mich mitteilen zu können, dass ich definitiv und gerne kompliziert bzw. einfach kompliziert bin, weil ich das für absolut menschlich halte. Fast hätt' ich’s vergessen: Wenn man die zelluläre Magnetresonanz-Telefonie nicht unterstützt, bleibt möglicherweise gar Geld übrig, meine ich zumindest, aber sicher bin ich mir da nicht.

Definitiv und endlich handyfrei!
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© Dieter Telfser 2004

Lebende Zellen reagieren auf von Mobiltelefonen abgestrahlte elektromagnetische Wellen abhängig von ihrem genetischen Aufbau. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie aus Finnland, die nahe legt, dass die möglichen negativen Effekte von Handys auf die Gesundheit von Person zu Person unterschiedlich sein könnten. Die finnische Untersuchung ist die erste ihrer Art, die die Gefahren durch Mobiltelefone im Zusammenhang mit der genetischen Disposition abgleicht. Sie könnte auch erklären, warum es zuvor so selten möglich war, bestehende Studien zu konkreten Gesundheitsauswirkungen von Handys miteinander vergleichbar zu machen.

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