Reteid Resflet*21 Open Sources 9.7
Thursday, 12. January 2006
Common Dreams! — Collectiva gegen Suggestiva als visuelle Trumpf- und Zunfttechnik. — Von Experten, die glauben, Gefühlstechniken transluzent zeigen zu müssen. Über Träume, die sich bebildern lassen, Gottheiten, die das kaufen, und jene Trüffeltiere, die damit einfach nur gerne kochen würden. — Imagination is the Voice of daring!

© Dieter Telfser 2006 — Common Dreams! — Collectiva gegen Suggestiva als visuelle Trumpf- und Zunfttechnik. — Von Experten, die glauben, Gefühlstechniken transluzent zeigen zu müssen. Über Träume, die sich bebildern lassen, Gottheiten, die das kaufen, und jene Trüffeltiere, die damit einfach nur gerne kochen würden. — Imagination is the Voice of daring!
Henry Miller: If there is anything Godlike about God it is that: He dared to imagine everything!Hängt es tatsächlich von der Größenvorstellung bilderzeugender Menschen ab, wie weit Konsumtauglichkeit wirtschaftlich gehalten werden kann? — Für mich offenkundig: je mehr Tabus bewegte Vision von gezeichneter Realität unterscheiden, desto mehr Spannung als nachzurüstendes und fehlendes Stück Gefühl zum Nachkaufen. Es ist nicht der selbst generierte, in sich gehegte und taumelnde Traum von Kraft in seiner Bewegung und eine Art »Omnipotenz«, die nach Möglichkeit in tagtägliche Realität eingebaut werden kann, als vielmehr die sich ständig daraus abwandelnde Form an Identitätsverbildung. Identität als wohl dynamischstes und flüssigstes Gesellschaftsregulativ krönt die technische Revolution in seinen posthumanen Anmutungen nicht erst, seit wir genetisches Werkzeug benutzen.

Bedürfnisreife Pyramiden, die eine Verallgemeinerung zulassen könnten, legitimieren die eigentlich »unoffener« werdende und teilweise diskriminierende Haltung der unaufhaltsam um sich greifenden Individualität jenen Menschen gegenüber, die gut und gerne ihren monochromen Alltag leben wollen. Es ist der fiktive Halt, die Geborgenheit in Kontrolle und die damit verbundenen sich gegenseitig reizenden Zwänge, die Menschen dazu führen, sich teilweise normgerecht und markengedrillt zu bewegen. Der Dialog bleibt jenen »Experten« vorbehalten, die in Pressekanzeln davon schwärmen, wie weitsichtig es sei, die eigene und persönlich gefühlte Wahrnehmung auch nach innen zu münzen, bzw. die ganze Vielfalt einfach so frei wie möglich nach Außen zu tragen. — Die Macht des verlorenen Einzelschicksals als Gesamtsumme und Indikator für das zufällig in sich mutierende Produkt?

Das Bewusstsein des Einzelnen durch das Bewusstsein der Gruppe als Gesamtheit verdrängt zu sehen, reicht in keinem Falle, um dem Faktum des lateinischen Ursprungs »Collectiv« von »colligere«, also »sammeln«, »suchen«, »erwerben«, gerecht zu werden. Das Verständnis von gemeinschaftlicher Verantwortung schließt eine romantische Haltung zum Schutze der Individualität durch seine eigentlich selbst aufgebende Hingabe eigentlich aus. Das Thema mit »so wohl als auch« zu verblumen, halte ich für einen der größten Trugschlüsse im politischen Design der letzen zwanzig Jahre. Bedenkt man jene Kaugummigeneration am Drücker, so wird mir natürlich um dessen Elastizität mehr als nur Bange. Vielmehr sträuben sich Radikalitäten mit Ultimaten in einer Art Medienessenz, die sich großer Teile heutiger Verantwortung einfach entzieht. So sollten aktuelle Beigaben deshalb »genial« wirken, damit sich niemand zwingend damit identifizieren muss, bzw. sämtliche Wege der Reinterpretationen für sich offen und verhandelbar gestaltet werden können. Der Rest titelt mit dem Begriff des »Social Fundings« oder bleibt einfach zwischen den Zeilen.

Träumen als eine überdeterminierte Art von »unbewusster« und »selbstuggestiver« geistiger Tätigkeit, deren biologischer Sinn bis heute noch keine reale Tragweite gewonnen hat, dient sowohl psychischer als auch körperlicher Gesundheit. Träumen bleibt eine der »hygienischsten« Funktionen des Gedächtnisses und wurzelt in weit mehr als Zeit- und Generationsreisen. Vielmehr scheint diese wohl vitalste Form der Bebilderung des Alltags, aber auch dessen Verbindungssynapsen mit der Zukunft, ein stetig in sich verfremdender Überbelastung zu unterliegen. Mittels verständlichen, auch noch so absurd und/oder unklar verworrenen Bildeinflüsse von Außen, verkommt eine reale Hauptgehirntätigkeit- bzw. funktion, nämlich die des Assoziierens, zu einem, für mein Empfinden, geistig vernichtenden Bremsschub. Die beim freien Assoziieren einsetzende Aufhebung der bewussten persönlichen Kontroll- bzw. Zwangsmechnismen wäre mehr als hilfreich, um persönlichen Verständigungsmodellen oder festgefahrenen Archesystemen auf deren Sprünge zu helfen. — Man könnte damit lernen, sich selbst etwas mehr damit zu bebildern bzw. einfach mehr zu vertrauen, ohne das mit Autosuggestion oder Neurocodes zu verwechseln.

Emotionales Programmieren als sich offen legende und motivierende Technik, um mehr in sich in Fluss zu bringen, wirft neue Perspektiven auf ein eigentlich altes Thema. Emotionalitäten als neu und wieder erwirkter, entzwirbelnder und fast erfrischender Zweig im Denkgeschäft soll zum Auftakt des Jahrhunderts erneut zur »Rebellion« einladen, und sei es nur, um sich selbst damit Luft zu machen bzw. neue Denkräume für andere zu schaffen. Auch als Kontrastprogramm zu ach so dumpf und hartnäckig geführten, realen und durchaus gewalttätigen Techniken der Veräußerlichung von Konflikten. Allerdings bedarf es immer einer Störung eines harmonischen Blickwinkels, um die Spannung von Klugheiten und Wertesystemen aufrecht zu erhalten.

Dahinter ist immer das,
was davor nur scheint!
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© Dieter Telfser 2006

Wilhelm Busch:Schein und Sein [.pdf]
Mein Kind, es sind allhier die Dinge,
Gleichwohl, ob große, ob geringe,
Im wesentlichen so verpackt,
Daß man sie nicht wie Nüsse knackt.
Wie wolltest du dich unterwinden,
Kurzweg die Menschen zu ergründen.
Du kennst sie nur von außenwärts.
Du siehst die Weste, nicht das Herz.

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