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Helga A. Ecker über Da und Sein. — Ein Text und seine visuellen Splitter, die eine ganz andere Seite jeder Frau beleuchten. Stimmungsvoll, authentisch und vor allem ohne plätschernden Beigeschmack. — Eine Frau, die Selbstbestimmung als ein zähes aber wichtiges Ziel in ihrem Leben vor Augen hält. — Ich atme – also bin ich!
dieter
16:50h
![]() Wer oder was bin ich? Ja – ich bin eine Frau, daher meine Frage nach dem was. Die Frau als Objekt der Begierde, der Dienstbarkeit usw. Ich bin ein weiblicher Mensch – also bin auch ich Mensch. Der Mensch ist männlich – das zeigt nicht nur der grammatikalische Artikel. Ich lebe in einer männlich dominanten Gesellschaft. Horche ich nach innen, dann spüre ich, dass ich bin, indem ich einfach da bin. Doch wer oder was ist da? Mein biologischer Körper, meine kreisenden Gedanken und meine unlustigen Empfindungen sind da – bin das ich? Einfach lebendig sein – gegenwärtig jeden Augenblick erleben – couragiert handeln, nicht entsprechend destruktiver Selbstzweifel reagieren – selbständig denken – die Gedanken beobachten – die Wirklichkeit wahrnehmen – was noch, bin das ich? Ich denke, es ist rätselhaft – ich weiß nicht wirklich wer oder was ich bin. Ich atme – also bin ich! Gut – das erlebe ich wirklich – ich atme. Ich atme, sehe, höre, schmecke, rieche, spüre, greife mit meinen Händen, trete mit meinen Füßen – ich bin lebendig. Der Geist lenkt die Materie – bin ich also ein Geist? Ich bin das Erleben hinter all meinen sinnlichen Erfahrungen, hinter all meinen Gedankenkreisen und hinter all meinen emotionellen Empfindungen – bin ich also ein Erlebnis, ein Ärgernis oder ein Mysterium? Ich bin eine Persönlichkeit – ich bin eine Frau ohne Gnade – ich bin stur – ich bin beharrlich – ich bin lustig – ich bin traurig – ich bin noch viel mehr! Ich bin eine Ansammlung all meiner Erlebnisse und persönlicher Erfahrungen, all meiner Kümmernisse und all meiner Freuden – ich bin ein materialisierter Lichtstrahl. Ich komme aus unendlicher Ferne und ich weiß nicht, wohin ich gehe. Ich weiß wie das geht, wenn ich depressiv werden möchte. Ich sehne mich nach einem anderen Leben. Ich will erfolgreich, berühmt und geliebt werden. Ich zicke herum und verkrieche mich hinter meinem Selbstmitleid. Ich will nicht so mühevoll leben. Ich will schweben und mich in den liebevollen Augen eines anderen Menschen spiegeln. Doch da ist kein anderer Mensch. Lediglich ich befinde mich mit mir im Zwiespalt – ich will anders sein als ich bin! Wie will ich sein – das weiß ich nicht – lediglich anders. So wie ich jetzt bin, das lehne ich total ab – so bin ich verachtenswert, minderwertig – nicht erstrebenswert. »Es irrt der Mensch, solang er strebt«, urteilte der Dichterfürst Goethe. Ich finde keinerlei Gründe mich selbst zu achten, zu schätzen und zu lieben. Doch wenn ich selbst mich nicht gut leiden kann, wer anders soll mich dann mögen können? Es handelt sich um ein auswegloses Schlamassel. Ich ziehe mich in meine depressive Verstimmung zurück, zurück zu meinem bemitleidenswerten Selbst. Und ich finde meine innere Ruhe. Ich handle überhaupt nicht – ich liege lediglich in meinem Bett und träume von einem besseren Leben. Oder ich sitze auf einer grünen Wiese und starre bewegungslos in den Himmel. Ich falle bewusstlos auf mich selbst zurück und spüre plötzlich eine sonderbare freudvolle Stimmung von ganz drinnen in mir selbst aufsteigen. Oder kommt diese stimmungsvolle Freude von ganz weit her? Ich weiß es nicht – auf einmal springe ich aus dem Bett – oder ich laufe von der grünen Wiese wieder nach Hause. Ich arbeite und funktioniere, ich lerne, esse, trinke, lache und schlafe. Ich bin wieder ich! Und doch fehlt mir bald wieder etwas Essentielles und ich fühle eine mangelhafte Zerrissenheit. Ist es die Liebe – eine liebevolle Beziehung mit mir selbst? Ich werde geliebt – das weiß ich ganz sicher – warum fühle ich dann einen Mangel? Ich sei viel zu anspruchsvoll – das höre ich seit Jahrzehnten von meinen Mitmenschen. Ansprüche stellen und Ausbrüche wagen – ja – das ist gerechtes Leben! Ich lebe zu angepasst – zu bequem – viel zu gewöhnlich. Bin ich meinen alltäglichen Gewohnheiten auf den Leim gegangen? ![]() Glaube ich nun, dass ich die Summe meiner Gewohnheiten bin? Tue das Notwendige, dann das Mögliche und das Unmögliche wird geschehen – ein schöner Spruch! Woher diese Aussage stammt, weiß ich nicht – ein Freund schrieb das in einer E-Mail an mich. Doch was ist das Mögliche für mich? Wie kann ich wissen, was für mich möglich ist. Ich weiß doch nicht einmal, was meine Not wirklich abwenden kann. Ich lebe nicht alleine auf dieser Welt – sei dankbar – so höre ich stets die Stimme meiner Mutter in meinem Innersten – mich regelmäßig ermahnend. Ja – sei dankbar! Ich bin undankbar, denn es geht mir beneidenswert gut, aus einem neiderfüllten Blickwinkel mancher Mitmenschen betrachtet. Ich bin dankbar – natürlich bin ich dankbar – das ist doch selbstverständlich. Ich freue mich! Doch warum muss ich mich erst besinnen, um meine Dankbarkeit und meine Freude empfinden zu können? Warum kann ich nicht einfach leicht und locker dankbar und fröhlich sein? Ich denke, ich weiß nicht wirklich, wer oder was ich bin. Ist das ein Problem für mich? Sei optimistisch und lösungsorientiert und akzeptiere deine Lebenssituation so, wie sie wirklich ist. Leiste keinen Widerstand gegen deine Lebendigkeit, erlebe jeden Augenblick neu und du wirst staunen was geschehen kann. Ich kenne viele gut gemeinte Ratschläge und erinnere mich, dass Ratschläge auch Schläge sind. Wie kann ich wirklich gut leben? Wie kann ich fröhlich und dankbar sein – tagein – tagaus – egal welche Tätigkeiten ich gerade ausübe? Wo finde ich diese innere Ausgeglichenheit – eine innere Ruhe – einen heilvollen inneren Frieden? Wohl nur in mir selbst – sagt mein intelligenter Verstand! Doch der Ego-Verstand beabsichtigt stets unermüdlich, mich von meinem Ursprung abzulösen, mich von mir selbst zu entfremden, um mich in angsterfüllte Unsicherheiten zu verstricken. So – oder ähnlich lese ich es immer wieder in lebensphilosophischen Büchern. Oder verstehe ich irgendetwas grundsätzlich falsch? Es sei gut, wie ich das, was ich gelernt habe mit eigenen Worten auszudrücken weiß, doch ich verstehe nicht alles richtig. So klingen belehrende Worte aus meiner Erinnerung in mir nach. Doch wer versteht schon alles richtig – gibt es nicht mehrere Wahrheiten? Was ist die Wirklichkeit? Ist es das, was ich sinnlich rund um mich wahrnehmen kann? Ist es das was ich spüren kann? Oder ist alles Wirkliche lediglich Schein und das Unwirkliche ist echt? Ich weiß es nicht! Ich spüre lediglich, dass ich meine Stimmungen selbst regulieren kann. Ich muss mich nicht mehr automatisch in niedergedrückte Lebensweisen flüchten, denn ich habe gelernt meine Gefühle selbst zu steuern. Eine gefühlvolle Selbststeuerung meines Ichbewusstseins – kein automatischer Selbstläufer! Ich bin für mich selbst verantwortlich und ich kann meine Beziehungen und meine Zukunft gestalten. Ich setze Handlungen und diese bewirken zukünftige Wirkungsweisen. Doch wenn ich es recht bedenke, sind das Wahrheiten oder selbstgesteuerte Lügen? Ich bin da – ich atme in meinem Dasein, Ich bin auf meinem Weg von der Geburt zum Tod. Das ist gewiss! Wie kann ich mein Dasein mit lebendigem Erleben ausfüllen? Wie kann ich regenerative Ruhephasen mit energiegeladenen Handlungsweisen kombinieren? Welchen Lebensimpulsen kann ich mich hingeben und welchen Zumutungen muss ich widerstehen? Spannende Herausforderungen warten auf mich – jeden Augenblick, wenn ich es recht bedenke, doch sollte ich das Denken nicht sein lassen? Selbständig denken, eigenwillig leben, die sozialen Gesellschaftsformen nützen, mutig handeln und humorvolle Distanz üben – lachend lieben... Das ist das Leben. — Bin das ich? . . . © Helga Ecker 2010 Zahlreiche Fragezeichen und ein fehlendes Conclusio weisen weibliche Daseinsformen in Verbindung mit ambitionierten beruflichen Zielen, wie Weiterbildung und Mut zu künstlerischer Berufung als Quadratur des Kreises aus. Selbstbestimmtes Frausein bedarf einer Systemänderung hin zu reflektierten Lebenszusammenhängen und Bedachtheit auf das Menschliche, wohl wissend um den historisch gewachsenen gesellschaftlichen Stellenwert der Frau. — Das Frauenbild als soziale Konstruktion — Die Bildung des weiblichen Geschlechts im 19. Jahrhundert — [ISBN: 978-3-639-08074-2, Verlag Dr. Müller, Saarbrücken, 2008] — Frauen bekommen die Kinder und somit war und ist die soziale Schieflage zwischen den Geschlechtern prädestiniert und bleibt als gesellschaftspolitische Frage auch im 21. Jahrhundert relevant. Wie aus dem physiologischen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Menschen ein Aufbau des weiblichen Geschlechts gestaltet wurde, zeigt das Frauenbild anhand der sozialen Konstruktion im 19. Jahrhundert. Die spezifische Mädchen-Schulbildung war ausgerichtet auf den natürlichen Beruf der Frau als treue Ehegattin, liebende Mutter und sorgsame Verwalterin des Hauses. Streng wurde die weibliche Sphäre als Privatbereich unter die Aufsicht des Hausherrn gestellt. Gelehrte Männer haben in Theorie und Praxis Handlungsanleitungen und typisch weibliche Wirkungsweisen ersonnen. Erst als nach politischen Umbrüchen die Frauenfrage aufgrund der ökonomischen Bedingungen virulent wurde, konnten Mädchen zeigen, dass auch sie zu höherer Geistesbildung fähig und für den Beruf der Lehrerin bestens geeignet waren. Wie weit nun die intellektuelle Grenzlinie zwischen Mann und Frau wirklich zu ziehen ist, möge der Leser und die Leserin selbst entscheiden. Ein Auszug: »Gerade die gezielte Machtausübung klerikaler Kirchenväter auf elterliche Erziehungsmaßnahmen und die wiederkehrende kirchliche Schulaufsicht kann in diesem Zusammenhang nicht überschätzt werden. […] Diese unterschwelligen Zusammenhänge führten nicht zu einer absichtlichen Behinderung gesellschaftpolitischer Austauschbeziehungen zwischen den Regionen, sondern die katholisch orientierte Sittenlehre wirkte auf einer unbewusst internalisierten Ebene in den Köpfen der Menschen und verfestige ihre kognitiven und emotionalen Einstellungen bzw. Erwartungen. Infolge wiederholter Sonntagspredigten erlebten Frauen und Männer die tradierte Familienordnung als heilige Gesetzgebung und stellten die Ernährerrolle des Vaters sowie die weibliche Nachrangigkeit und gesellschaftliche Minderwertigkeit der Frau keinesfalls in Frage.« [Ebd., S.108,109] Der hier wiedergegebene Text und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche Erlaubnis in keiner Form wiedergegeben oder kopiert werden. Jede Form des kommerziellen Gebrauchs, insbesondere die Reproduktion, Verbreitung, Veröffentlichung durch andere Personen oder Institute, oder nicht in Übereinstimmung mit Helga A. Ecker abgeklärten Inhalte, ist ausdrücklich untersagt. ... Link (1 comment) ... Comment
Die Hälfte des Ganzen! — Hæmisphæri Graphicum Coeli Tiet. Seine Struktur und individuelle Funktionsweise bleibt bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Unsere Gehirnhälften hingegen scheinen gut damit zu arbeiten. — Finden Sie die fehlenden Links und gewinnen Sie das Ganze zurück:
dieter
07:37h
![]() Die Natur des Menschen, als eines lebendigen Wesens verweist zuallererst auf das Faktum, dass er als eine Weise des Umgangs mit einer Umwelt da ist; alles Lebendige lebt das Spiel von Interaktionen. Auch die »Umwelt« des Menschen ist nicht eine gegebene »Außenwelt«, an die sich ein gegebenes Selbst anpaßt oder gegenüber welcher es sich selbst erhält. Im »Umgang« ist ein Organismus ja schon unlöslich mit seiner Welt durchsetzt und in seine Welt verwickelt. — »Selbsterhaltung« bzw. Selbstverwirklichung, ist keine auf ein Selbst direkt gerichtete Aktion, sondern verläuft immer indirekt — als eine Einwirkung gegenwärtiger Handlungen eines Organismus auf einen zugleich mit ihm unterwegs seienden Gang der Dinge. »Anpassung« ist — in allen »höheren« Formen des Lebens — nicht ein Sich-Anpassen des Organismus an eine ihm vorgegebene Umgebung, sondern — gleichfalls indirekt — ein tätiges Umstellen bestimmter Faktoren der Dingverläufe in der Welt des Umgangs, sodass ihre Wirkungen auf den Organismus, im Zusammenhang mit dessen Rückwirkungen auf sie, eine für sein Leben günstige Richtung nehmen. Die Situation des menschlichen Individuums ist über diese Bestimmung hinaus dadurch ausgezeichnet, dass ihm seine natürliche Umwelt — die Umwelt der Dinge — im Medium einer sozialen Umwelt begegnet. Seine Umgangstriebe werden vorweg aufgefangen und kunstvoll geleitet in den Bahnen eines gemeindemäßig organisierten Herkommens. Es ist von jeher an die Umgangsweisen gewöhnt, auf die im Haus, in der Nachbarschaft usw. gehalten werden. Es lebt, indem es eingestellt ist in die Bedeutungen und seine Horizonte, die sowohl in den schweigenden Hantierungen, wie in den artikulierten Redeweisen seiner »Umgebung« vorgebildet sind. Indem er das gemeinsame »Was« sehen lernt, womit hantiert wird, oder davon eigens »die Rede ist«, — indem es also in diesem vielschichtigen Sinne »sprechen« lernt — wird es in das Gemeinde-Wesen und auf dessen »Güter« eingestimmt. Immagin»es« in PostScript! . . . © Dieter Telfser 2007 Quellenangabe: Eduard Baumgarten 1938: 260f Die geistigen Grundlagen des amerikanischen Gemeinwesens. Band II. Der Pragmatismus: R. W. Emerson, W. James, J. Dewey. Klostermann, Frankfurt/Main. Qix-Qixi! — oder »Die gute Nacht der Siebenen«: Qixi ist das chinesische Fest der Liebenden, bzw. das Pendant zum westlichen Valentinstag. — Nach der Legende ist das der Abend, an dem zwei Liebende, nämlich ein Hirtenjunge und das Webermädchen, durch zwei am Himmel, die Milchstraße trennende Sterne, Altair und Wega, für eine Nacht zusammen sein können. ... Link (0 comments) ... Comment
dieter
08:16h
![]() Il disegno a carboncino in una grotta dei Bisonti di Lascaux può essere considerato uno dei primi documenti scritti di un sogno. In questo documento l’autore disegna ciò che vede con la fantasia: l’uccisione del bisonte durante una battuta di caccia. Sicuramente è un sogno ad occhi aperti, disegnato a memoria; molto verosimilmente si tratta anche di un sogno notturno ricorrente: Và, ti aspetteró Il fiore nel giardino segna il tempo Qui disegneró il giorno poi del tuo ritorno Sei cosi sicura del mio amore Da portarlo via con te Chiuso nelle mani che ti porti al viso Ripensando ancora a me E se ti servirá lo mostri al mondo Che non sa che vita c'è Nel cuore che distratto sembra assente Non sa che vita c'è In quello che soltanto il cuore sente Non sa. — Qui ti aspetteró E ruberó i baci al tempo Tempo che non basta a cancellare Coi ricordi il desiderio che Resta chiuso nelle mani che ti porti al viso Ripensando a me E ti accompagnerá passando le città da me Da me che sono ancora qui E sogno cose che non so di te Dove sarà che strada farà il tuo ritorno Sogno — Qui ti aspetteró E ruberó i baci al tempo Sogno — Un rumore il vento che mi sveglia E sei gia qua. . . . © Andrea Bocelli | Sentimento | Sogno Andrea Bocelli was born September 22, 1958, in Lajatico, in the Toscan countryside near Volterra. The region’s traditions, as well as his parents’ influence have taught him never to accept life's difficulties in a passive way, but rather to draw strength from them. As far as he can remember, no moments in his life have gone by without being filled with passion for music. Italy's greatest tenors, such as Del Monaco, Gigli, and especially Corelli, have always inspired great admiration and enthusiasm in him since he was just a boy. In love with opera, the dream and ambition of his whole life is to become a great tenor. ... Link (1 comment) ... Comment
Severities on Hype! — Seelische Erhärtung aus Überlastung im Alltag. Wenn unerledigte Signale zur Belastungsprobe in seiner Übertragung werden und gegebene Vielfalt ersticken. Wunschkollisionen aus Selbstschutz zur Entkristallisierung des persönlichen Speichers. Denken als Überschuss beim Sichten verflogener Herzbarkeiten. — Go Rebirth!
dieter
06:37h
![]() Verwirrung ist deshalb so verwirrend, weil viele die schwierig zusammen passenden Teile, nicht so ohne weiteres für sich selbst, und vor allem andere brauchbar genug erkennen können. Mit zunehmender Skepsis beobachte ich einfache Antworten, auf im Grunde drängende und durchaus komplizierte Fragen der Zeit. Ganz gleich mit wie viel medialer Gleichschaltung eigene »Verantwortlichkeit«, persönlicher Identität abgewrungen werden kann, scheint es Schicksal, was sich einst selbst auf den Weg zu neuen Zielen machen wollte. — Je mehr Signale es dazu gibt, desto weniger Energie bedarf es anscheinend zum Handeln, da das gewohnte Bild überwiegt. Ob Schinken wirklich krebserregend ist, oder SPAM ab HAM erst dagegen erfunden werden musste, fragt sich Wähler-Qualität dann im Verbund, wenn sich der Kreislauf zum Schinken wieder schließt. So offensichtlich funktionierende und doch verstrickte Zyklen bergen das Wissen gegen Volksplattheit, auch wenn jene eine neue Tageszeitschrift dazu schreibt. Erstaunlich wie man Massen bewegt und dazu kaum Parteien vergessen lassen will. Wenn es eine Selbst-Instanz noch geben sollte, so wäre jene, glaube ich, gar nicht mehr wählbar, sondern eher schwer damit beschäftigt Wählende beim sich Bewerben zu beobachten. Wer an Menschen klebt, sollte fähig sein die damit verbundenen Konflikte auch nachzuzeichnen, ohne das deshalb Streit mit Sud verwechselt wird. Zu vergleichen mit jener Freiheit, die ihre Konzession landesadaptiv bewertet, und mit repräsentativen Holdingkonzepten nachreicht. Der Kritikpunkt sucht, ähnlich wie in einem Theaterstück, immer jenen »freimachenden« Dialog, der auf der Bühne nun mal »Metalog« spielen will. Natürlich bringt jene Form an Isolation die Ferne näher, als das konkrete Ziel vor Ort, zumal der Rest ja stetig zu wiederholende lokale Signale bleiben. Im Grunde funktioniert das so lange, so lange sich der Wissensvorsprung nicht selbst zu suchen glaubt. Erst dann verwechseln sich Hingabe mit Aufgabe zu einer Art neu errungenen Machtskizze und dem fast zwanghaften Drang nach Publikation seiner Zwiespältigkeiten. Ein Neuron besteht aber aus drei Teilen. — 1. Dem Zellkörper, der den Kern enthält; 2. Den Dentriten, das heißt die Verzweigungen seiner »Empfängerdrähte«, die die Signale von anderen Neuronen auffangen und 3. Dem Axon oder dem »Sendedraht«, über den die Signale nach Prüfung durch den Kern weitergegeben werden. Der Sendedraht einer Zelle steht nicht in direktem Kontakt mit den Empfangsdrähten anderer Zellen. Beide Enden sind durch eine Spalte getrennt, die weniger als einen Millionstel Millimeter breit ist. Das Signal muss die »Synapse« genannte Spalte überspringen, um bei der nächsten Zelle den Prozess zu wiederholen. Gehirnsignale können diesen »Sprung« 500 bis 1000 mal in der Sekunde ausführen, die durchschnittliche Impulsfrequenz beträgt jedoch nur 100 mal pro Sekunde. Das Prinzip heißt also Unordnung und deklariert sich auch als medizinisch ergründbares Syndrom in Form einer ganzen »Messie«-Generation, die ihren Lebensbereich gerne und freiwillig drastisch einschränkt, um die Organisation des Alltagslebens einigermaßen protestreich zu halten. Dieser recht wirkungsvolle Bereich von Unsinn in einem konkret manifestierten Ordnungsprinzip gibt Anlass weniger darüber nachzudenken, warum das Horten und Sammeln lieber praktisch als in digitalen Kinderseelen plausibilisiert werden soll. Während viele tatsächlich glauben der Verstand ist das Herz einer Seele, beweist die europäische Ostöffnung das ganze Gegenteil, von »Leben und Leben lassen« in einem willkürlichen Prinzip von Wertschöpfung. Jenes politische Design führt seine Wege so lange in die Irre, bis sich der geistige Überschuss endlich zu Bette begibt, ohne ständig das Bruttoinlandsprodukt im Visier seiner Vorteile zu haben. ![]() Bemerkenswert, wie sich das wertvollste Gut in Zeit koppelt, und jenen Belastungen und Zwängen des Alltags standhält, die den Begriff Stressor/en in all seinen Symptomatiken kaum näher erkennen wollen. »No-Work-Areas« als Kelle und Hardcore-Freizeitdefinition belegen ein Bild von gestrandeten Gedanken, die ihre soziale Mündung nicht mehr finden, bzw. suchen wollen. War geistige Fitness noch ein Ziel um seinen Bauchmuskeln auszustellen, begab man sich in den Neunzigern endlich zu weniger dualistischen Körper-Geist Prinzipien, indem man den Mist an das Wort »Global-Lokal« abgeben konnte, ohne persönliche Autonomie damit vergleichen zu müssen. Der Grundbaustein eines Gehirns bleibt also so lange ein »Neuron«, bis sich die damit verbundenen Nervenzellen in zu gut durchbluteter Intelligenz erübrigen, oder als Einheit vom Bauch aus steuern soll. Nebst patriarchalen Konzepten der wirtschaftlichen Erlösung, bleiben europäische Konzepte geistiger Umschichtung eher links liegen, weil sie eben nicht zueinander finden. Denotative Wörter, die konkretes andeuten, glauben damit konnotative Worte zu Fall zu messen. Die daraus gewonnene Spannung ist derzeit gut an seinem politischen Spektrum zu erkennen, welches Singlemoods zur Trennung von klaren Unterschieden braucht, die sich aber weder mischen, noch eindeutig propagieren lassen. Die Botschaften sind einfach zu wenig »aus einem Guss«, verfolgen zu einfältig das Ziel von lebendigen »Corporate Colours« und bleiben übrig im Meer von Penetranz ohne Berührung. — Wählen kann man wohl keinen davon, zumal sich viele meist hinter ihrer Gruppenidentität brüsten. Woher der ausgeklügelte Schutz zur Bekämpfung der meist bewussten Verwirrung? — Die Techniken: Rückzug, seine Intellektualisierung, Einschüchterung durch eigensinnige Rituale, offensive bzw. dominante Blickkontakte und oder alternierendes Vorhersagen in Menschenseelen sind nur Auszüge von jenen zwischenmenschlichen Verträgen, die im Grunde fern von sich und damit anderen sozialen Kontakten halten sollen. So sehr pathologische Bilder heute gemalt werden sollen, so sehr bleiben jene Menschen damit still und leise übrig, die im Grunde gerne und freiwillig beitragen möchten. — Die Vielfalt sucht also immer seine irritierende Verwirrung, zumal der Schutz für seine Entfaltung kaum gegeben ist. »Ihr habt ja keine Ahnung« meint also »Ich will es gar nicht wissen«, weil der intime Bereich für das kreative Schaffen offensichtlich nicht gegeben ist. Das Unverstandene bleibt die letzte Instanz in seiner notwendigen Abschirmung, für besonders wertvolles geistiges Gut und den damit verbundenen Aussagen. Die Kryptik dahinter dokumentiert, dass der menschliche Boden für das Bauen von sozialen Horten immer mit geschichtlichen Brüchen, seine im Grunde unerwachsenen Brücken sucht. Der Verbund besteht im Zelebrieren von fast wissenschaftlicher Unsicherheit, die eine sonderbare Stärke von Integrität zu seinen Nischen herauszeichnen soll. Wagen Sie wieder etwas Herz. Ihr Wissen wird es Ihnen Danken! . . . © Dieter Telfser 2006 John Dewey 1931: »Erst die verständnisvolle Anerkennung des unlöslichen Zusammenhangs von Natur, Mensch und Gesellschaft wird die Entwicklung einer Moral sichern, die ernst sein wird, aber nicht fanatisch, hochstrebend, ohne Sentimentalität, der Wirklichkeit angepasst, ohne unterzusinken im Herkömmlichen, verständig ohne gewinnsüchtige Berechnung, idealistisch und doch nicht romantisch.« ... Link (1 comment) ... 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Helga A. Ecker über Da
und Sein. — Ein Text und seine visuellen Splitter, die...
by dieter (6/6/11 5:30 PM)
well, i would be already
satisfied if we would start to think a little...
by motzmotz (6/2/11 3:24 PM)
I believe in humanistic viewpoints.
Human kind through networking finally got complex. — Endlik!...
by dieter (6/2/11 1:33 PM)
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