| Reteid Resflet*12 Open Sources 1.9 |
Sunday, 27. November 2005
Atypical Etypicals! — Auseinanderlaufende visuelle Stereotypen in einer Zeit der konservativen Mitte. Raster am Markt als Dienst an der Zukunft, die sich selbst noch sucht. Von synthetischen Modellen der Beschleunigung als Qualitätshype im Zwischenmenschlichen. — Facing the Extra Charges of Personalities and Social Skills!
dieter
01:27h
![]() Visuelle Beeinträchtigungen durch vorprogrammierte Marktpositionierungen sind nicht erst seit Breiteneinsatz von Marketingtechniken ein auseinander driftendes Medium an sich geworden. Der Dienst am Kunden als geglaubter Mittelweg, das Richtige vernünftig, »günstig« und doch »wertig« in die Seelenbüste zu pflanzen, erlaubt uns neue Zugänge zu typografischer Wahl, »sauberer« Anordnung und kredenzten Bildern, die meistens noch schärfer als die Realität selbst unter die Haut müssen. Es ist offensichtlich, dass eine Art »Little Professor Syndrom« nicht nur in der gestaltenden Industrie sein Ranking sucht. Bleibt man dem Trend auf den Fersen, sollte man dies doch in den richtigen Schuhen tun, oder zumindest einen Entwurf dafür im Kopf haben. So sammeln sich heute Begrifflichkeiten, die eigentlich aus dem Autismus kommen, wie »Geeks« oder »Nerds« schlicht und ergreifend unter dem sozialen Vergriff des »Freaks«. Joseph LeDoux und Roger Sperry sind Pioniere für emotionales und kognitives Prozessieren im Netz der Gefühle. Afferenzen als hoch prozessierte Zubringer, sollen in kontrollierte Efferenzen münden. Das Konzept bildet den Versuch, einer Einheit nachzukommen, die einem Wunsch von »Normalität« entsprechen soll, ohne die äußeren Reize von Leistungsspektren rückläufig damit zu beeinflussen. So bleibt die Nachvollziehbarkeit von Emotionen im Gehirn nach wie vor ein Schlüssel im Begreifen und Verstehen der Wechselwirkungen zwischen Gedächtnis und Affekt. Ein Quervergleich zu erhöhten Dopamin-, Adrenalin-, Noradrenalin-, Serotonin-, und Neurotrophinwerten weist aber nur darauf hin, dass biochemische Besonderheiten genauso wenig verallgemeinerde Schlüsse zulassen, wie die Brauchbarkeit von weltweiten technischen Medienstandards von visuell erzeugenden Instrumenten. Jeder Versuch, ein Ordnungsprinzip objekt- oder subjektorientiert zu positionieren [z.B. Geld und Macht als zentrale gesellschaftliche Interaktionsmedien] streut die damit verbundenen Phasen der Ergründung nur noch weiter. Bräuchten wir Standards für neue Definitionsinstrumente der Ergründung von medialen, sozialen und unabdingbar politisch damit verbunden Spielregeln, blieben wir wohl mehr oder weniger sprachlos übrig. Aber, was sollte sich ändern an Regeln, die eigentlich zum Spielen einladen sollten? — Die Einstellung oder die Umstellung? Folgt man technizistischen Absichten, so glaubt man im Grunde nur die Behebung der unklaren Qualität in eine neue kristalline bzw. »crispe« und beschleunigte Wahrnehmungsqualität, der das menschliche Gehirn im Grunde noch gar nicht gewachsen scheint. Andererseits ist die Einstellung zur Diskussionsbereitschaft auf einem Niveau, das freier nicht fallen könnte. Es ist nichts Neues, dass man über das Medienhandwerk selbst gar nicht mehr bereit zu fächern ist, als vielmehr einfach Verträge bündelt, die an die Börse müssen, damit das Medium selbst noch überleben kann. — Wahr ≠ Falsch, Binär ≠ Dual, Digital ≠ Mental, Equipment ≠ Erquickment? — Wir müssen wohl alle wieder mit den Fingern zählen lernen, um zu begreifen, dass Ziffern nicht Zahlen sind. Fluides Management im Ideal Design Prozess ohne Forschung und Entwicklung dahinter, weil sich die niemand mehr leisten kann, bilden jene Inhaltsbotenstoffe, die die Gestaltungsvisionen der Zukunft ausmachen werden. Man glaubt, an das Office Management bzw. Interne Re-Organisation jenen Mut delegieren zu können, der mit Hochgeschwindigkeits- Markensockeln längst schon nicht mehr zu belegen ist. Big Mother als Schwester zum Bruder des gläsernen digitalen Menschen, der sich seines eigenen Passes verweigert? Anscheinend werden nur mehr jene Produkte von uns akzeptiert, die nicht durch ihre visuellen Raster fallen. Spielerei oder Liaison? Your Body is Your Knowledge! . . . © Dieter Telfser 2005 Ein Versuch der Natur, den Verstand aus dem Wege zu räumen. [Thomas Niederreuther] ... comment /% story.backlinks %> |
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