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Friday, 7. October 2005
Le Nouveau Paradox des Rues! — Wer sein Leben in den Griff bekommen will, muss es wohl wieder über die Gasse freisetzen. Unnahbarkeiten als kanalisierendes Glancemodell für mehr Reflexion in gesellschaftlichen Prismen. — Fertruwen Sie dem Markt. Es kuntrolliert Sie!
dieter
07:27h
![]() Mehr als nur Humor gehört dazu, um innen Überschüssiges in lustvoller Form zu verstehen bzw. für sich selbst brauchbar und nützlich zu machen. Ob man dafür erlösende Techniken oder schlicht Einweg-Kommunikation verwendet, bleibt ein zu ertragendes Paradoxon. Mehr davon bietet ein kurzer Blick in jene Gassen die sich selbst in sich verschlungen sehen. Es sind die vielen nützlichen Irrwege, die man heute als »ineffizient« umschulen will und in ihrer wertvollen Abstraktion gar nicht mehr so gelten lässt, wie das mutierende Lichttechnik nun mal erfordern würde. Das Thema Vertrauen haben wir aber nicht erst seit den Sechziger Jahren an den Markt abgegeben, sondern schon seit geraumer Zeit in taktiler Benutzung. Man trägt Vertrauen heute als Duft, pudert mit Humor und kleidet sich dazu in Mut. Die augenscheinliche Kombination zwingt zu jenem Dialog der missbilligenden Verständigung, dass man sich dazu fast mit Wappen schützen sollte. Ob schwer repräsentative Abgrenzung wirklich jene erwünschte Nähe bringt, bleibt als ebenso hinderliches Rätsel jenen Zellmatrixen übrig, mit denen wir glauben persönliche Ausstrahlung zu verwerten. So wissen wir mehr über das Wissen, als über dessen Aufbereitung des dahinter stehenden Zentrums, auch Platz genannt. Wissenschaftliche Texte kommen so »smooth«, als wären sie in Pelz gebraten und dann als eigenes Plasma wieder zugeführt. So verkohlt wie die Rat- und Ideenlosigkeit von Platt- statt Knappformen hat Essen noch nie geschmeckt. Man reduziert chemisch genauso wie man glaubt dazu Blumen kredenzen zu müssen, um alles in ein harmonisches und eben unnahbares Bild zu rücken. Ein fast gigantomaner und vollkommener Anspruch als sublimer Wunsch verzerrt die gegenseitige Käuflichkeit dadurch. Vergleicht man die geistig tragfähigen Systeme der Gegengewichtung von K&M, hat man als Beschauer fast den Eindruck als mündete der Gegendruck in eine polarisierende Weltmechanik. Die Straßen scheinen für alle so breit, als müsste man nur mehr auf ihnen fort- bzw. vorankommen. Aber wer will schon fahren, bzw. noch gehen? Die industrielle Revolution hält uns förmlich jene Elle der technischen Evolution zum Abbiegen vor die Nase. Schade dass heutiges Management, egal welcher Ebene vorwiegend seine persönliche Vision von einer Carte de Visite holt und weniger von der damit verbundenen Anstrengung Bilder zu erzeugen und sei es nur im wiederverwertenden Sinne. ![]() Die Angst vor der eigenen Obsession bzw. Ungewissheit der gewaltigen Kräfte dahinter, d.h. jener wirkenden Kräfte die den Menschen auch über Jahrhunderte noch ausmachen werden, bleibt jenen Zwängen vorbehalten, die wir uns zumindest zwischenmenschlich nachreichen. Düfte spielen ja seit geraumer Zeit deshalb eine so tragende Rolle, damit die persönliche Riechbarkeit eine Brücke verpasst bekommt, ähnlich wie das Zahnärzte ohne odontoblasten Nachbau und metallurg nachfixieren. Das funktioniert zwar mindestens genauso gut wie jede andere Protese, bleibt aber die größte Krücke in unserer Gesellschaft. Es wird ersetzt, was nicht kompatibel ist, es bleibt unausgewogen, was stören könnte, es wird umgemünzt, was nicht sofortigen Erfolg verspricht. Wir quälen uns mit selbst auferlegten Erfolgsversprechungen die nie einem wirklichen Ziel, als vielmehr operationaler Kurzsichtigkeit dienten. Dies trotz enormer Anzahl an entspiegelten entlang gleitenden Sichtgläsern. Wenn ich bedenke was an sozialer Verspiegelung tatsächlich noch blank schillert, fällt mir ad hoc ja nur jene mediale Verklinkerung ein, die ähnlich wie in der Tierwelt nachdrücklicher markieren wollte. So treffen sich soziale Verstoße mit gemeinen Ungereimtheiten auf Parketten, die es in diesem Sinne ja eben nur im Funk und Kabel, aber wohl kaum aus wirtschaftlichen Interessen gegeben hat. Man bindet sich des Gegenstücks wegen um jene fehlenden Teile nutzen zu können, die man dafür selbst entwickelt glaubt. Sozialer Status bedeutet heute also nicht Genitaler Status, sondern einen »ES«-Überschrieb davon. Das von praktischen Überprüfungsmechanismen überlieferte reaktive Hemmungskonzept, schürte also spätestens seit der technischen Evolution, eine Art Neubildung des bekannten Vertrauensmodells. Wir verbinden jene Synapsen dann mit Gefühlen, wenn uns das auch wirklich explizit so versprochen wurde. Alles andere bleibt eine obskure Form von Angst und Ungewissheit, die dorthin mündet, wo sie einzelne »Zielgruppenhechte« gezeichnet haben. Ich glaube denen, weil Sie sich das selbst bezahlt haben. Die bepflasterte Gasse als Geruchbarkeit für das enge innere Treiben, dient nebst seiner fortbildenden und –brigenden Funktion, aber nur mehr jenen Kommerzialitäten dessen Auslagen wir auf ihre Echtheit bzw. Preis-/Leistung überprüfen. Wurde die richtige Farbe noch für das richtige Gefühl an sozialem Prestige mit Vertrauen bezahlt, wähnt man heute das die Möglichkeit einer kulturellen Ressource als Tugend und Disziplin an sich. So bleiben jene übrig, die diesem äußerst romantischen und freundlichen Bild nachhängen, und meinen Vertrauen in der Natur oder in gesellschaftlichen Modellen, Horden oder Parteien finden zu müssen. ![]() To know Everybody doesn’t mean to know Everything. reprise (audio/mpeg, 2,133 KB) . . . © Dieter Telfser 2005 »Wer seinen Horizont erweitert, verkleinert den Himmel.« Klaus Kinski [18.10.1926 - 23.11.1991] ... comment /% story.backlinks %> |
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