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Thursday, 14. July 2005
Design und Zukunft. — Le lointain n’existe plus. Das Institut für Designforschung der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich sucht und lädt zu Ideen, Entwürfen und Denkansätzen für die Welt im Jahr 2050!
dieter
04:48h
![]() Weit weg gibt es nicht mehr! — Design2context, das Institut für Designforschung der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich ist dabei, die Herbstausgabe des französischsprachigen Designmagazins Abstract zu entwickeln. Parallel dazu, wird eine Ausstellung kuratiert, die im Herbst 2005 in den Räumen von Abstract in Lausanne stattfinden wird. Hier die alles zentrierenden Fragen: ›» Wie wird die Welt im Jahr 2050 aussehen? ›» Was wünschen wir GestalterInnen uns und was können wir beitragen? ›» Wie werden wir Wissen erwerben, weitergeben und speichern? ›» Wie werden wir soziale und politische Strukturen und Prozesse gestalten? ›» Wie werden wir kommunizieren? ›» Wie werden wir Differenzen wahrnehmen? ›» Wie werden wir wohnen und uns fortbewegen? Jede Arbeit wird als Einzelheft in einer Sammlung der Ideen für die Zukunft in der Ausstellung präsentiert. Einige der Arbeiten werden im Magazin oder in den Räumen von Abstract vorgestellt. Text- und Bildmaterial per Post oder E-Mail. Bei sonstigen Fragen stellt sich das Team von Design2context gerne zur Verfügung. Einsendeschluss: 20. August 2005 Im Rahmen deren Forschungsprojekts »Methodologie der Differenzierung« führt das Institut auch einen Nachdiplomkurs in Form von zehn Experimental-Workshops durch. Seit Mitte der Achtzigerjahre werden verschiedene Experimente hinsichtlich dynamischer visueller Sprachsysteme im Corporate Design gemacht. In Zürich nimmt man diese Spur auf und entwickelt sie weiter. Zusammen mit internationalen Pionieren dieser Strömung, Partner-Agenturen und Ateliers aus dem In- und Ausland und ausgewiesenen Spezialisten aus designübergreifenden Disziplinen von der Quantenphysik, über die Politologie bis hin zu den Musikwissenschaften, werden neue visuelle Sprachsysteme entwickelt, die sowohl fähig sind, sich unter stets wechselnden Bedingungen immer wieder neu zu definieren, als auch die Identität ihres Absenders scharf und nachhaltig zu profilieren. Spreading the Word. . . . Institut für Designforschung der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich Hafnerstr. 39, Postfach, CH-8031 Zürich 5 | T +41 43 44 66 204 | F +41 43 446 45 39 ... comment
p3k, 14. July, 18:27
Ha!
Angesichts der Totalverweigerung viel zu vieler Designer mit den jetzt verfügbaren Mitteln interessante Gestaltungsformen zu entwickeln (Beispiel: Processing), angesichts ihrer Berührungsängste autonome Kommunikationsmittel einzusetzen (Stichwort: Open Source), angesichts der grenzenlosen Stagnation durch selbstähnliche Schöpfungen auf egomanischer Basis ständig variierender Werkzeuge (lieber bunt-bewegt als monochrom-motivierend), angesichts dieser Einschätzungen würde ich mir ganz gewiss Sorgen über das Jahr 2050 machen...
Thus, go ahead; spread the word, not the legs! ... Link
dieter, 15. July, 11:09
Die Vision ist stärker als ihre Bilder!
Sehr aufschlussreiche Anmerkungen finde ich. Mehr als treffend! — Möchte kaum irgend etwas davon widerlegen. Allerdings erlaube ich mir, mich zurückhaltend dazu zu äußern, denn Großteil der Gestalter und -innen müssen eben Ihr Hirn und Ihre Beine breit machen, für jene Einschätzungen bzw. Haltungen die dem Markt, bzw. ihrer nicht ausreichend entwickelten Haltung dienen. Es braucht eben seine Zeit bis sich das Gebähren offener und nicht ausschließlich »marktorientiert« entwickeln kann. Allerdings zeigt die erdrückend reale Welt Deiner Links nur, dass kein Gestalter frei von jenen Visionen ist die, er sie es nun mal in Bildern vorantreiben.
Dies trotz technischer »Passivität« und teilweise Inkompetenz in der Wahl von wirklich demokratischen Instrumenten, wie Gimp oder anderen Open Source Produkten. Design oder Gestaltung als Zunft, ist aber nur teilweise demokratisch, zumindest meiner Erfahrung nach. — Bang Bang im 2050 an- bzw. vorspulen ist als Kontrastprogramm jedoch äußerst sinnvoll, denn damit werden solche Verdrehungen erst klar. Ich glaube allerdings nicht, dass man es so zynisch formulieren muss, denn immerhin bemüht man sich in Zürich, trotz Flash, um sehr interdisziplinäre Haltung und auch umfassende Blickwinkel zum Thema. Das finde ich gut. Vielleicht wäre es aber endlich an der Zeit ein Gimp Forum abzuhalten anstatt »We are all a Big Family«-Playgrounds, in Form von Online Communities in den eher zentralisiert orientierten Metropolen von Europa? Obwohl sich »Vision in Motion« in sich selbst erschöpft, möchte ich doch, zumindest Teile davon spüren wollen. — Mutige Gestalter kommen selten schneller an ihr Ziel, als vielmehr, und bedauerlicherweise auf deren Bühne. Learning by Mirroring? ... Link
p3k, 15. July, 14:59
nichts ist von natur aus demokratisch
also mal vorausgesetzt, "demokratisch sein" ist ein angemessenes ziel; dann wird sich das natürlich auch in gestaltung und design nicht von selbst durchsetzen.
dazu bedarf es anstrengungen und entbehrungen. eben losgelöstheit von der traditionellen herrschaft des absolutistischen kopierrechts, abnabelung von der plazenta reiner selbstdarstellung und abstinenz von den futtertrögen willen- und rückgratloser werbeunternehmen. um nur ein paar mögliche schritte zu nennen für jeden einzelnen braucht es womöglich gar nicht viel, kleine schritte für den designer, große überlassen wir der menschheit. aber die götzenbilder müssten verstoßen werden, denn noch ist deren einfluss mächtig genug, um auch beim nachwuchs den wunsch nach effektvoller selbstinszenierung größer sein zu lassen als den willen, das eigene wirken und die eigene position im gestalterischen gelee royal auch nur ansatzweise zu reflektieren. schau ich mir an, wie die meisten männlichen studenten allein mit fauler dreistigkeit an den angewandten, medienhochschulen und design-fhs durchkommen, werd ich ärgerlich und den eindruck nicht los, da steckt der muff von 100 jahren noch in den armani-anzügen der lehrbeauftragten. die selbstorganisation im netz hat vieles hervorgebracht, was die alten strukturen hat aufbrechen lassen. die meisten der von höchstens verhaltensoriginellen style-lämmern inthronisierten und vergötterten definitionsmächtigen haben diese entwicklung verschlafen oder ihr nichts entgegensetzen, geschweige denn beisteuern können. ... Link ... Comment /% story.backlinks %> |
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