Reteid Resflet*08 Open Sources 1.7
martedì, 14. dicembre 2004
OMG – Österreichische Medien Gruppe EG. Offene Objekt Orientierte Managementkultur, so lange die Farben noch reichen. – Freier geht’s nicht!
Medien definieren sich heute durch Macht. — Sie sind wohl seit dem Wirken von Herrn Berlusconi das effizienteste Spielzeug, um sich im richtigen Schatten zu positionieren. Aber nicht nur, denn die Mediation von Techniken in Form von Inhalten und/oder Realitäten suchen nach ständig neuen, tiefergreifenden, ja gar blutigen Bildern, die uns in unserer Welt bewegen sollen. Meist schreibt das Leben selbst die stimmigsten Geschichten, jedoch bleiben bunte Beiträge von »Schaffenden« als wichtigste audiovisuelle Würze unentbehrlich. Nicht zuletzt weil Wirtschaft und Politik zu gleichen Teilen davon essen wollen.

Eines Landes Medienbild ist sein wichtigster Zeiger, berichten zumindest die Nachbarn, wenn sie nach Österreich äugeln. Die Monolithen und seine Ableger bzw. frei gepolten privaten Versuche, bilden ein recht integeres Spiegelbild an langer Tradition und Abstinenz zu gleichen Teilen. Wenn man so will, hütet das Land mehr, als es als Spektrum herzeigen möchte, denn es scheint nach wie vor ganz eine Frage der politischen Zielgruppenhaltung, wie viel man damit Politik machen will und kann oder ganz einfach objektiv darüber berichtet.

Der Vorschlag der Gründung einer offenen Österreichischen Medien Gruppe in Form einer EG, ist ein freier Vorschlag und Einladung zugleich, sich einem Thema zu widmen, welches eine öffentliche Diskussion und vielleicht gar Inspiration für so manche all zu politisch gefärbte Managementebene bringen könnte. Manchmal liegen die Dinge wirklich auf der Straße, wenn die Luft den Blick dorthin nicht ganz vernebelt: omg_1997 (application/pdf, 479 KB)

© Dieter Telfser 1997 - Freier Vorschlag für den ORF zum nachhaltigen Abschluß des von Generalintendant Gerd Bacher initiierten Redesigns durch Neville Brody 1992.

Der Name OMG ist inspiriert von Object Management Group und könnte auf Grund seiner technischen Herkunft bald auch in traditionsbewussten wirtschaftlichen Organisationsmodellen einziehen, denn eine OMG hat zum Ziel, unterschiedlichste Plattformen in einem thematisch zentrierten Rahmen so unabhängig wie möglich für alle Beteiligten als System nutzbar zu machen. Sollten Österreichs Medienproduzenten also tatsächlich ihre Rezepturen und Infrastrukturen etwas wertfreier sammeln, und untereinander für ein neues Gesamtes bereitstellen, könnten bestimmte Produkte tatsächlich mehr Farbe und Schliff bekommen.

Die gesellschaftlich-integrierten Muster von Menschen Wissen, Glauben und Verhalten zu vermitteln, hängt von der Kapazität des Lernens und Lehrens der zukünftigen Generation ab. Die Kultivierung von vorhandenem menschlichen Potential gebärt die Produkte der zukünftigen Medien. Daran werden auch die Ergebnisse der jüngsten OECD-Studien nichts ändern. Das Animierende beim Produzieren bleibt das Entdecken der Fähigkeit, Substantielles zu schaffen, und verbindet das instinktive Suchen und intuitive Handeln mit bereits vorhandenen Materialien.

Designideal scheint die richtige Idee, im richtigen Design, im richtigen Moment. Wirklich »neue« Ideen, welcher Natur auch immer, kommen meiner Erfahrung nach vorwiegend, wenn nicht gar ausschließlich im gemeinsamen Austausch, sprich beim Reden oder Handeln und der zwischenmenschlichen Interaktion selbst, in Umlauf.

Nicht ohne Grund reimt man sich im Volksmund:
»Le idee vengono parlando...«
.
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© Dieter Telfser 2004_05

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Œsterreich als Medienreich!

ORF Blog startet seine Dienste.
Die erste öffentliche und notwendige Kritik von Aussen.
:
Emerging Power!

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Die OMG EG
ist eine sehr gute Idee mit zwei inzwischen bekannt gewordenen schweren Fehlern. Und in ganz Österreich wird das nicht eben deutlich gesehen.

die Realität hat sich inzwischen ziemlich weiterentwickelt, das Persiflierte sieht jetzt nämlich so aus.

was Dich trösten wird. Es sind viele Versuche gemacht worden, den wortbrand ORF ON auszulöschen, inklusive eines tollen Logos, aber er lebt unbesiegbar weiter, und er war Deine Empfehlung. Auf dieser Seite hattest Du 1997 im Gegensatz zu oben vollkommen recht.

Die österreichische Mediengruppe war bisher leider ein Fehlstart, der brand muss sich dringen ändern und sich auch nur irgendwie an die ABC (Austrian Broadcast Corporation) anzulehen oder an internationale Techgremien ist nicht sehr zielführend. Mir gefiel mehr SPEG (Selbst Produzieren! EntwicklungsGemeinschaft) oder so!

Übrigens: bei orf on kann einem medienmenschen nur eines ins Auge fallen. groundy groundy ground.

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Vorschlag Frei Haus in Kürze
Werde ergründen ob meine Hüften noch in Schwung sind, und als bald einen Vorschlag ersinnen. Wenn es doch bloß nicht ständig Brands dazu bräuchte. Immerhin halte ich eine Identität, die sich auf einen Nenner konzentriert für überhaupt nicht mehr zeitgemäß, ja wenn nicht gar langweilig. Es bleibt eine Theatervorstellung und die beherrscht ja das österreichische Bild von Identität. Da quer zu schießen ist nicht so einfach, zumal es festgefahrene »Pickerln« und eine personifizierte Darbietung hierfür zu brauchen scheint. Ein Mann - Ein Logo - Ein Projekt - Ein Medienrattenschanz der ihn hält. Obwohl man mit Frauen kontrastet, führt das angelegte Korsett bestenfalls zu abschnürenden Feuchtigkeitssyndromen. Das lässt sich niemals mit Maske oder Licht beheben, zumal Großteil der Frauen ihre Macht zu radikal benutzen, so als wollten sie nachträglich Männer damit erziehen. — Politische Memmen hat das Land doch genug, meine ich, und das Heer an Maskenbildnern hat ja auch nicht mehr die Produkte die es bräuchte, um den simplen Begriff der »Freundlichkeit« ins Gesicht zu zaubern. Zudem sollte man gute Maske ja nicht sehen.

Ich würde ja meinen die Diskussion kommt erst hoch und ist mit dem Vorschlag aus 1997 tatsächlich betagt. Ich musste allerdings veröffentlichen. — Das ist wie mit vielen Vorschlägen die ich mir eigentlich immer noch verkneife, bzw. die zur Veröffentlichung nicht gestattet sind. ORF ON war eine unerhört kränkende Erfahrung für mich. Die Kosten an persönlicher Wiederbelebung waren erheblich. Woher sollte ich auch den Glauben an die Vision wieder ernst nehmen, zumal ich als doofer »Print-Grafiker« vom Thema nix zu verstehen schien, und aus dem Team entfernt wurde. Mich erinnert das allerdings immer noch an jene Leute, die glauben ich müsste tatsächlich ins Kino. Wenn ich nur die Hälfte der Bilder, die ich Träume freundlich umsetzen kann, bin ich im Besten Film den mir das Leben gegönnt hat.

Bodenhaftung geht allerdings nur mit Flughöhe. Ich halte mich für äußerst Konservativ, mag halt nur kein Dosenfutter. Natürlich tue ich mich schwer eine eigentlich noch nicht Erwachsene Persönlichkeit zu deklarieren. Ein Südtiroler ist eben erst mit 40 wirklich ein Südtiroler und solange Reise ich eben. Zudem kann ich auch nicht verstehen warum ich Vitalgut auf ein Personenbild reduzieren sollte. Frech bleibe ich allemal.

Selbst Produzieren lebe ich ja vor.
Auf meine Kosten.
Nach wie vor.

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Then again, who (of those we want to know) doesn't (leben auf eigene Kosten).
Und das mit der Kränkung. Wenn man damit nicht arbeitet, womit dann. Ich z.B. war bereits wegen diverser ausgeprägter Unfähigkeit meiner Herren und Damen Eltern schon im Alter von 3 Monaten extrem angefressen, dass ich nicht abgetrieben worden bin. Ist mir immer wieder aufgefallen, wenn sich Leute beklagt haben, dass sie keine Wunschkinder sind. Nur als Waffe, als Waffe ist Kränkung ganz schlecht. Aber als Heilmittel, als Heilmittel ist sie gut.
und zuletzt, ich kann ja jetzt langsam zugeben, dass ich über 40 bin.

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Ich agiere nicht aus Kränkung. — Das verursacht ja immer wieder meine waghalsigen Loops und Verspätungen. Und verwende auch keine Waffen, wenn möglich. Das erzeugen von visuellen Machtmitteln basiert auf der persönlichen Aufgabe und Enthebung der sozialen Herkunft, sonst wird es ja schlicht »Hippes Design«, das genau niemand außer der Markt selbst brauchen kann. Wie man derzeit gut erkennen kann, zur Auflösung der eigenen Disziplin. — Wertende Unterschiede bleiben Recherche, aber kein Beitrag.

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Ich meinte ja nur, dass ich das tue und die Arbeit mit der Kränkung als Heilmittel weiterempfehlen glaube zu können. Der Hinweis auf die Waffenfähigkeit war möglicherweise sinnlos übertrieben.

PS: Bodenhaftung mit Flughöhe finde ich ein sehr schönes und erhellendes Bild.

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Arbeit mit der Kränkung bedeutet eine weitere Kränkung auf sich nehmen zu müssen. Das ist nicht, was ich mit Enthebung von seiner sozialen Herkunft meinte. Enthebung ist die sinnloseste Art sich einer Aufgabe zu widmen, birgt aber jene Qualität in sich, die man auf längere Sicht essen kann. Das ist wie mit der Buchhaltung, die nach fehlenden Belegen sucht und die Bilanz automatisch umschichten muss. Ich werde mich bemühen was zu machen, was den Abriss eines nationalen Modells erträglich macht.

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looking forward to it.

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Have a look:
© Dieter Telfser 2006 — »Wir sind unfähig, die Begriffe, die wir gebrauchen, klar zu umschreiben - nicht, weil wir ihre Definition nicht wissen, sondern weil sie keine wirkliche »Definition« haben. Die Annahme, daß sie eine solche Definition haben müssen, wäre wie die Annahme, daß ballspielende Kinder grundsätzlich nach strengen Regeln spielen.«  — [Ludwig Wittgenstein]
A Preliminary Thought: »Wir sind unfähig, die Begriffe, die wir gebrauchen, klar zu umschreiben — nicht, weil wir ihre Definition nicht wissen, sondern weil sie keine wirkliche »Definition« haben. — Die Annahme, daß sie eine solche Definition haben müssen, wäre wie die Annahme, daß ballspielende Kinder grundsätzlich nach strengen Regeln spielen.« — [Ludwig Wittgenstein]

Breaking Down Some Walls!

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SOS ORF — Für einen unabhängigen Querfunk

»Der ORF hat zwei brennende Probleme: das Niveau des Programms sinkt und der politische Druck steigt. — Beides schadet dem ORF sehr. Daher muss der ORF daran erinnert werden, dass nur die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags die Gebühren rechtfertigt, und die Regierung muss daran erinnert werden, dass ihr der ORF nicht gehört.«
:
SOS.orf.at

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© Dieter Telfser 2008 — Telfser.com > Reteid Resflet*08 Open Sources — Ein Netzwerk für mehr Bewegkraft in der Gestaltung! — Mehr Kante, weniger Business für mehr Zufriedenheit miteinander und füreinander!
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